• 24.11.2008, 08:00:00
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Nachwahlbefragung des Instituts für Jugendkulturforschung: Grüne und FPÖ dominieren in der Gruppe der ErstwählerInnen.

Parteipräferenzen äußerst stabil. Protestwähler nur kleine Minderheit.

Wien (OTS) - Die Grünen (25%) und die FPÖ (21,6%) wurden von den
ErstwählerInnen der Nationalratswahl 2008 am häufigsten gewählt. Das
ergab eine repräsentative Nachwahlbefragung des Instituts für
Jugendkulturforschung unter 300 ErstwählerInnen. Für die Grünen
entschieden sich primär SchülerInnen und StudentInnen, die FPÖ holte
sich ihre Stimmen von den Lehrlingen und Berufstätigen. Während die
Grünen bei Lehrlingen und Berufstätigen überhaupt nicht punkten
können, fassen die Freiheitlichen aber bemerkenswerterweise mehr und
mehr auch in den Bildungsschichten Fuß.

Zeitpunkt der Wahlentscheidung

Der überwiegende Teil der ErstwählerInnen entschied sich schon
mehr als drei Wochen vor der Wahl für eine Partei. Die Jugendlichen
fassen klare Entschlüsse, an denen sie festhalten. Das Gros der
jungen WählerInnen würde auch heute genau so wählen wie am 28.
September 2008. Die Entscheidungen der Jugendlichen erscheinen damit
nicht als spontaner Protest oder vorübergehende Laune, sondern, wenn
schon nicht rational wohl überlegt, dann zumindest emotional
eindeutig, relativ unverrückbar und stabil.

Parteien in der Regierung

Während SchülerInnen/StudentInnen in erster Linie die Grünen (68%)
und die SPÖ (55%) in der Regierung haben wollen, will man bei den
Lehrlingen/Berufstätigen die FPÖ (55,7%) und die SPÖ (43,9%) an der
Macht sehen. Es gibt keine Präferenz für eine große Koalition
zwischen SPÖ und ÖVP.

Image der PolitikerInnen

Der Politiker mit der höchsten Bekanntheit ist Heinz-Christian
Strache (99,7%), gefolgt von Werner Faymann (95,1%) und Josef Pröll
(83,8%). Eine vergleichsweise geringe Bekanntheit hat mit 68,8% Eva
Glawischnig. Die Grünenchefin ist aber die glaubwürdigste
Politikerin. Als durchsetzungsfähigster Politiker gilt
Heinz-Christian Strache. Strache konnte im Zuge des Wahlkampfes auch
seine Sympathiewerte deutlich verbessern und kommt nun auch im
Segment der SchülerInnen und StudentInnen besser an. Josef Pröll und
Werner Faymann haben recht ausgeglichene Image-Profile. Sie liegen in
allen abgefragten Kategorien im guten Durchschnitt.

Die wichtigsten Gründe warum man an der Wahl teilnimmt

Neben der Möglichkeit, mitbestimmen zu können, steht die Erfüllung
der staatsbürgerlichen Pflicht im Zentrum der Gründe, warum
Jugendliche wählen. Mehr denn je wollen Jugendliche in Zeiten der
Krise und der Unsicherheit alles richtig machen. Und dazu gehört auch
der Gang zu den Urnen. Aus Protestgründen geht nur eine Minderheit
zur Wahl.

Die Studie ist im freien Verkauf verfügbar und kann direkt über
das Institut für Jugendkulturforschung - jugendkultur.at per email an
[email protected] bestellt werden.

Rückfragehinweis:

Institut für Jugendkulturforschung - jugendkultur.at
   Dr. Beate Großegger
   mailto:[email protected]
   Mag. Bernhard Heinzlmaier
   mailto:[email protected]
   Tel.: +43 (0)1 532 67 95
   www.jugendkultur.at

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