- 21.11.2008, 10:00:00
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Einladung: 40 Jahre Ludwig Boltzmann Institut für Andrologie und Urologie - 28. 11. 2008 in der Gesellschaft der Ärzte
Institutsleiter Heinz Pflüger: "Forschung außerhalb der Universitäten ist notwendig"
Wien (OTS) - Nach vierzig erfolgreichen Jahren feiert das Ludwig
Boltzmann Institut für Andrologie und Urologie sein Bestehen mit der
Tagung: "Extrauniversitäre Forschung - Finanzierung". Diskutiert
werden Fragen wie "Welchen Stellenwert hat unabhängige Wissenschaft?"
oder "Haben junge WissenschaftlerInnen genügend Karrierechancen?" -
28. November in der Gesellschaft der Ärzte -
Heinz Pflüger, Leiter des LBI Andrologie und Urologie so wie
Abteilungsvorstand der Urologie des KH Hietzing mit Neurologischem
Zentrum Rosenhügel leitet das Institut seit 1991: "Fünf Mitglieder
unserer Abteilung haben eine Postdoc Graduierung erreicht. Das ist
nach meiner Überzeugung das wertvollste Produkt eines kleinen
Instituts".
Doch auch im Bereich klinischer Studien konnte das LBI punkten,
etwa Studien zur Photodynamischen Diagnostik des Harnblasenkarzinoms;
heute weltweiter Standard. Dann gab es Studien zur Inkrustation bzw.
deren Verhinderung von Kathetern im Harntrakt, so wie Studien zur
Diagnostik und Therapie der Interstitiellen Cystistis und zum
Harnblasenersatz bei der Frau.
Seit der Reform der Ludwig Boltzmann Gesellschaft 2005 gehört das
Institut dem Cluster Urologie an und kooperiert mit dem Ludwig
Boltzmann Institut zur Erforschung von Prostataerkrankungen an der
Medizinischen Universität Wien. An den Studien nehmen Mitarbeiter der
Klink für Urologie und Mitarbeiter der Urologie des KH Hietzing teil.
Finanziert werden die Studien aus dem Budget der Ludwig Boltzmann
Gesellschaft und aus Drittmitteln beider Abteilungen.
Pflüger befürchtet für die Zukunft allerdings die finanzielle
Erschwernis extrauniversitärer Forschung, was einen gravierenden
Nachteil für die Karrieremöglichkeit junger WissenschaftlerInnen
bedeutete: "Forschung außerhalb der Universitäten ist notwendig.
Unser Produkt sind nicht vermarktbare industrielle Endprodukte,
sondern WissenschaftlerInnen, die für Führungspositionen in
Wissenschaftsbetrieben geeignet sind. Die Forschungspolitik sollte
dazu ein klares Bekenntnis abgeben".
Daher sei es gerade für kleine Forschungseinheiten wichtig, eine
"Nische zu erkennen und darin Expertise hineinzubringen", so Pflüger
weiters. "Man darf gescheite Köpfe, die nicht den Weg in die Unis
genommen haben, aus der Forschungskarriere nicht ausschließen. Denn
Forschung ist oft mit einer freiwilligen Mehrleistung verbunden und
bedarf der Motivation".
Feier:
40 Jahre Ludwig Boltzmann Institut für Andrologie und Urologie
"Extrauniversitäre Forschung - Finanzierung"
Ort:
Festsaal der Gesellschaft der Ärzte, 1090 Wien, Frankgasse 8
Datum:
Freitag, 28. November 2008, 15 Uhr s.t.
Podium:
- Univ.Prof.Prim.Dr. Heinz Pflüger, Ludwig Boltzmann Institut für Andrologie und Urologie, Abteilungsvorstand Urolgie KH Hietzing - Dr. Sepp Rieder, Vorstandsmitglied der Ludwig Boltzmann Gesellschaft - MinR Univ.-Doz. Dr. Günter Burkert-Dottolo, Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Leiter der Abteilung II/8, Forschungspolitisches Hochschulwesen und -programme - Dr. Wilhelm Marhold, Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes - Univ.Prof.Prim.Dr. Heinz Ludwig, Abteilungsvorstand 1. Medizin. Abteilung, Zentrum für Onkologie und Hämatologie, Wilhelminenspital - Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär Pharmig - Univ.Doz.Dr. Eugen Plas, FEBU, Ludwig Boltzmann Institut für Andrologie und Urologie, Lt. Oberarzt Urologie KH Hietzing
Rückfragehinweis:
LBI Urologie und Andrologie
Telefon: +43 (01) 80 110-2283
E-Mail: [email protected]
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