OTS0049   20. Nov. 2008, 09:33

Kapselgeräte und Vollautomaten: Guter Espresso

"Konsument"-Test zeigt aber: Teils Nickel und Blei im Wasser.


Wien (OTS) - Ob als Wachmacher, als verdiente Pause oder als
Begleiter zu Keksen und Kuchen: Kaffee ist für viele Österreicher
nicht wegzudenken - ebenso die Espressomaschine im eigenen Heim.
"Konsument" hat 15 Espressomaschinen - 12 Vollautomaten und 3
Kapselgeräte - auf Herz und Nieren geprüft. Die Qualität von Espresso
und Cappuccino fällt dabei meist gut aus. Beim Schalldruckpegel gibt
es aber nahezu durchgehend Verbesserungsbedarf. Bedenklich: Einige
Maschinen geben zudem die Schadstoffe Blei oder Nickel ab.

Die Herstellung eines qualitativ überzeugenden Espresso ist für
den Großteil der Geräte keine besondere Herausforderung. Bei der
Lärmentwicklung - besonders bei den Vollautomaten - ergibt sich
jedoch ein anderes Bild. Probleme bereitet hier unter anderem häufig
das knallartige Entlüften am Ende des Brühvorganges. Schalldruckpegel
von über 70 Dezibel sind dabei keine Seltenheit.

Zum Teil wenig erfreuliche Ergebnisse gibt es zudem bei der
Überprüfung auf Schadstoffe. Die Jura Impressa C9 und die Privileg
Esperianza geben nach dem Entkalken nickelhaltiges Wasser aus der
Heißwasserdüse ab. Bei der Krups Espesseria landet Nickel im
Brühwasser. Das kann für Nickelallergiker problematisch werden.
Besonders bei dem Modell von Jura, der Impressa C9, liegen die Werte
weit über dem diesbezüglichen EU-Richtwert von 100 Mikrogramm/Liter.
Bei AEG Electrolux und Philips wird wiederum Blei aus den Leitungen
abgegeben. Die Werte liegen nahe der Obergrenze der
Trinkwasserverordnung.

Sämtliche Espressomaschinen wurden einer Dauerprüfung unterzogen,
wobei der Großteil der Geräte überzeugte. Die Modelle von Krups und
Spidem hielten der Belastung jedoch nicht stand und wurden deshalb
abgewertet. Alles in allem schnitten sämtliche getestete Kapselgeräte
mit "gut" ab. Bei den Vollautomaten wurden drei "gut", sieben
"durchschnittlich" und ein "weniger zufriedenstellend" vergeben.

Tipp der "Konsument"-Haushaltsexpertin Karin Baumgarten: "Je höher
der tägliche Kaffeeverbrauch ist, desto eher lohnt sich die
Anschaffung eines Vollautomaten - trotz des erheblich teureren
Kaufpreises." Ein Vollautomat bietet vielseitigere
Einstellmöglichkeiten, erfordert aber auch mehr Pflege und Wartung.

Weitere Informationen zum Test gibt der "Konsument" in der
Dezember-Ausgabe. Alle Infos gibt es auch unter www.konsument.at.

Rückfragehinweis:

   Verein für Konsumenteninformation/
   Testmagazin "Konsument"
   Mag. Sabine Burghart
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: 01/588 77 - 256 
   Email: sburghart@vki.at
   www.konsument.at

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
200933 Nov 08 NKI0001 0346



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