- 18.11.2008, 10:11:30
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Marek: Forcierung der Kreativwirtschaft wichtig für Wettbewerbsfähigkeit
Dritter Österreichischer Kreativwirtschaftsbericht im Rahmen des Förderprogramms "evolve" veröffentlicht
Wien (BMWA-OTS) - "Die Kreativwirtschaft zu forcieren - gerade
auch in Zeiten einer sich abzeichnenden Wirtschaftskrise - bedeutet,
einen wichtigen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit, die
Innovationskraft und in der Folge für die Wertschöpfung der
österreichischen Wirtschaft zu leisten", betonte Wirtschafts- und
Arbeitsstaatssekretärin Christine Marek heute, Dienstag, anlässlich
der Veröffentlichung des Dritten Österreichischen
Kreativwirtschaftsberichts. Darin werde ein umfassender Überblick
über den Beitrag der Kreativwirtschaft zum Innovationssystem
Österreichs gegeben und eine Bestandsaufnahme konkreter Maßnahmen zur
Förderung der Kreativwirtschaft in Österreich auf Bundesebene
dargestellt. Der Dritte Österreichische Kreativwirtschaftsbericht
wurde von creativ wirtschaft austria (cwa) im Rahmen von "evolve",
dem erst vor wenigen Wochen präsentierten Förderprogramm des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, für die heimische
Kreativwirtschaft erstellt.
Innovationsförderungsprogramm "evolve"
Marek weiter: "Mit 'evolve' soll das hohe Innovationspotenzial des
immer wichtiger und breiter werdenden Kreativsektors ausgeschöpft und
die hervorragende Innovationsentwicklung Österreichs im europäischen
Vergleich nicht nur abgesichert, sondern weiter ausgebaut werden."
Neugründungen, Stärkung des Innovationspotenzials der
Kreativwirtschaft selbst, aber auch des traditionellen Sektors,
Spitzenleistungen in der Kreativwirtschaft, Awareness und
Verbesserung der Humanressourcen zählen zu den Hauptzielen von
"evolve".
Bis 2013 sei geplant, rund 25 Millionen Euro an Fördermitteln zur
Verfügung zu stellen, mit denen alle Kreativsparten wie Design,
Medien, Musikverwertung, Mode, Architektur, Content und Spiele
angesprochen werden sollen. "Neben speziell auf die Bedürfnisse der
Kreativwirtschaft zugeschnittenen Unterstützungsleistungen werden im
Rahmen des Programms auch ausführliche Beratungen über
Fördermöglichkeiten und Programme durchgeführt, die Unternehmen aller
Branchen offen stehen und für die Kreativszene von Interesse sein
könnten", sagte die Staatssekretärin.
Mit dem Innovationsförderprogramm "evolve" habe man in
Zusammenarbeit mit der österreichischen Förder- und Finanzierungsbank
"austria wirtschaftsservice" (aws) und der ARGE creativ wirtschaft
austria ein umfassendes Gesamtpaket für die Kreativwirtschaft
geschnürt, das Österreichs Kreative aller Branchen in verschiedenen
Bedürfnislagen und Entwicklungsstadien unterstütze und diese Branche
als Wachstumssektor und Arbeitsplatzmotor nachhaltig absichere.
Kreativität und Toleranz
In Anlehnung an das zu Beginn des Dritten Österreichischen
Kreativwirtschaftsberichts angeführte Statement "3T's of economic
development: Technology, Talent and Tolerance" von Richard Florida,
einem der größten Vordenker der Kreativwirtschaft, ging Marek in
ihren Ausführungen ebenfalls auf den Zusammenhang zwischen
Kreativität und Toleranz ein. "Toleranz ist der Schlüssel zum Erfolg
in unserer modernen Wissensgesellschaft. In einer postindustriellen
Wissensökonomie, in der neue Ideen den entscheidenden
Wettbewerbsfaktor darstellen, ist Kreativität der wichtigste Rohstoff
für Innovationen. Und Kreativität braucht Toleranz: Denn Kreativität
bringt stets etwas Neues, Andersartiges hervor, das sich nur durch
Offenheit und Aufgeschlossenheit entfalten kann."
Toleranz sei auch gefragt, wenn es um kreative Wertschöpfung und
eine neue damit verbundene Arbeitskultur gehe, die z.B. durch
flexible Arbeitszeitmodelle, projektorientierte Arbeit, Arbeiten in
Netzwerken, flexible Formen der Zusammenarbeit oder stärkere
Autonomie geprägt sei. "Wer unternehmerisch erfolgreich sein möchte,
muss daher über den Tellerrand hinausblicken", so Marek, die
abschließend auch die Bedeutung der Kreativwirtschaft in Europa und
das Jahr 2009 als EU-Jahr der Kreativität und Innovation in
Erinnerung rief.
Hinweis: Der Dritte Österreichische Kreativwirtschaftsbericht ist
unter www.creativwirtschaft.at online verfügbar. Die Printausgabe
kann über [email protected] kostenfrei bestellt werden.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl, Tel.: (01) 711 00-5838
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel.: (01) 711 00-5130
mailto: [email protected]
Internet: http://www.bmwa.gv.at
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