• 14.11.2008, 17:33:55
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  • OTS0307 OTW0307

Preisdumping bei Milchprodukten wird nicht hingenommen

Schulterschluss von Bauern, Landwirtschaftskammer und Landtagsparteien

Dornbirn (VLK) - Die Bauern müssen für Milch und Milchprodukte
einen fairen Preis erhalten, sind sich Landesrat Erich Schwärzler,
Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger und die
Agrarsprecherinnen und -sprecher aller Landtagsparteien einig. Unter
dem Titel "Ehrliche Preise für ehrliche Qualität" präsentierten sie
heute, Freitag, in Dornbirn eine gemeinsame Erklärung gegen die
ruinöse Milchpreispolitik mehrerer Handelsketten.

Die Vorarlberger Milchbauern können die hohe Qualität und Frische
der Milch nur garantieren, wenn ihren Leistungen ein angemessener
Erzeugermilchpreis gegenübersteht, heißt es darin. Höchste Standards
und billigste Preise lassen sich nicht vereinbaren. Die bäuerlichen
Strukturen im Lande, die Garant für eine umweltschonende Produktion
und die viel geschätzte Landschaftspflege sind, werden durch
Preisdumping des Handels untergraben.

"Das können sich die Bauern nicht gefallen lassen. Deshalb gilt es
jetzt ein Zeichen zu setzen", sagte Landesrat Schwärzler. Vor dem
Auslieferungslager von Hofer - jener Handelskette, die die
Milchpreisspirale nach unten in Bewegung gesetzt hat . in Rietz/Tirol
haben heute rund 500 Bauern, darunter auch etwa 100 aus Vorarlberg,
gegen die derzeitige Entwicklung protestiert. "Hofer hat uns
Gespräche in der kommenden Woche zugesagt und muss sich nun bewegen",
so Landesrat Schwärzler, der mit LWK-Präsident Moosbrugger ebenfalls
vor Ort war.

Die heute unterzeichnete Erklärung enthält das gemeinsame
Bekenntnis der Landwirtschaftskammer und der Landtagsparteien, dass
in Verhandlungen zwischen Bauern, Molkereien, Sennereien und Milch
verarbeitenden Betrieben sowie den Handelsunternehmen kostendeckende
Erzeugerpreise für die Bauern vereinbart werden und durch Bewusstsein
bildende Maßnahmen der Wert und die gesellschaftliche Bedeutung der
bäuerlichen Milchproduktion aufgezeigt und damit der Arbeitsplatz
Bauernhof gestärkt wird.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20137
   Fax: 05574/511-20190
   Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
   mailto:[email protected]
   http://www.vorarlberg.at/presse

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