• 14.11.2008, 11:33:02
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Patrick Topitschnig, Robert Mathy und Eva Chytilek sind die Gewinner des ursula blickle videopreises 2008!

Preisverleihung: Donnerstag, 13. November 2008, 18.30 Uhr, ursula blickle videolounge

Im Bild (v.l.n.r.): Robert Mathy, Eva Chytilek, Ursula Blickle, Patrick Topitschnig.

Wien (OTS) -

1. Preis, dotiert mit 2000Euro: 
   Patrick Topitschnig "Zerschneidung des Ganzen", 2008, 5:33
   (Institut für Bildende und Mediale Kunst / Abteilung Bildhauerei, 
   Plastik und Multimedia, Prof. Erwin Wurm)

2. Preis, dotiert mit 1000Euro: 
   Robert Mathy, Vibration, 2007, 1:37
   (Institut für Bildende und Mediale Kunst / Abteilung Digitale 
   Kunst, Prof. Virgil Widrich) 

3. Preis, dotiert mit 500Euro: 
   Eva Chytilek, Die Versammlung, 2007, 3:25
   (Institut für Bildende und Mediale Kunst / Abteilung Bildhauerei, 
   Plastik und Multimedia, Prof. Erwin Wurm)

Zur Arbeit von Patrick Topitschnig

Die Arbeit Die Zerschneidung des Ganzen (2008) von Patrick
Topitschnig bezieht sich auf ein Gedankenkonstrukt des Wiener
Künstlers Konrad Bayer. Der mit seiner dadaistischen Praxis, in der
er mit Lyrik während Veranstaltungen und Happenings im Art-Club und
der Wiener Gruppe die Wahrnehmungskonventionen des Publikums
herausforderte. Im Mittelpunkt von Topitschnigs Video steht die
Kontemplation über eine menschenleere Landschaft, über Impressionen
und Close-Ups von surrealen Gegenständen: altertümlichen Karossen,
Spielplatzobjekten, dysfunktionalen architektonischen Versatzstücken.
Fern ab von zivilisatorischem Leben schildert der Künstler, mittels
einer statischen Kameraeinstellung, farbintensiven Bildkompositionen
und einer minimalen Tonspur, die durch den Wind im Mikrofon ein
grollendes, unheimliches Geräusch erzeugt, die Unterbrechung einer
zeitlichen Kontinuität und einer räumlichen Kohärenz. Konrad Bayer
hat einer seiner Figuren in den Mund gelegt, dass die Zeit die
Zerschneidung des Ganzen durch die Sinne sei. Topitschnig
transportiert zeitliche und räumliche Divergenz über den Ton, die
Montage von Einzelbildern, die alle an einer Lokalität aufgenommen
wurden, und über subtile Bewegungen, wie den Flug eines Vogels oder
das leichte Wiegen der Gräser und Bäume im Wind.

Unter Verwendung von einfachen Mitteln erzielt Topitschnig in
seiner philosophischen Reflexion eine kurzweilige, sich langsam
entfaltende und überzeugende Wirkung.

Zur Vergabe des Preises

Der ursula blickle videopreis wurde bereits zum vierten Mal
vergeben, ist allerdings erstmals mit insgesamt 3.500Euro dotiert. Er
geht an StudentInnen der Universität für angewandte Kunst Wien für
herausragende künstlerische Leistungen im Medium Video
(Einkanalarbeiten bis max. 15 Min.).

Die Jury bestehend aus Ursula Blickle (Ursula Blickle Stiftung),
Gerald Matt/Angela Stief (Kunsthalle Wien) und Gerald Bast
(Universität für angewandte Kunst Wien) wählte die PreisträgInnen
wählte heuer aus 55 KünstlerInnen aus, die insgesamt 104 Arbeiten
eingereicht hatten. Daraus wurden 14 KünstlerInnen nominiert, von
denen die Jury die drei Preisträger auswählte.

Nominierte KünstlerInnen: Marlene Hausegger, Barnabas Huber,
Daniel Kunzelmann, Wolfgang Lehrner, Thomas Lidy, Evelyn Loschy,
Alexander Martinz, Charlotte Schnabel, Katharina Swoboda, Sebastian
Vonderau, Robert Zimmermann. Die nominierten Videos werden in der
ursula blickle videolounge vom 1. bis 31. Dezember 2008 gezeigt.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .

Rückfragehinweis:
Claudia Bauer
Kunsthalle Wien
Tel.: 52189-1222
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KHA

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