- 07.11.2008, 11:35:44
- /
- OTS0132 OTW0132
Sicherheits-Konferenz warnt vor Trittbrettfahren der Finanzkrise
DeepSec: Wo Panik herrscht, wird oft auf die nötigen Sicherheitsstandards vergessen. Phishing und Betrügereien nehmen überhand
Wien (OTS) - Menschen, die Angst um ihr erspartes Geld haben, sind
oft bereit, alle Vorsicht fahren zu lassen. Immerhin geht es darum,
Ersparnisse vor tatsächlichen oder vermeintlichen Verlusten in
Sicherheit zu bringen. "Daher häufen sich derzeit auch Versuche,
durch Betrügereien und Phishing-Attacken Bankkunden dazu zu bewegen,
ihre Daten herauszugeben", warnt René Pfeiffer, Organisator der
internationalen Sicherheitskonferenz DeepSec, die von 11. bis 14.
November in Wien tagt. Gerade wenn es vermeintlich um die Rettung von
Sparguthaben, Versicherungen oder der Pension geht, klingeln bei den
durch die ständig negativen Berichte verunsicherten Menschen die
Alarmglocken besonders schnell.
Die neuen Muster der Betrüger spielen dabei mit der Angst der
Kunden vor der Finanzkrise. "Manche bekommen etwa ein vermeintliches
E-Mail von ihrem Bankbetreuer, der rät, das Geld auf ein von der
soeben in Kraft getretenen Bankenhilfe abgesichertes Konto zu
transferrieren", beschriebt Pfeiffer eine gängige Methode. Meist ist
das dann auch noch mit einer knappen zeitlichen Frist verbunden, nach
deren Ablauf man für nichts garantieren könne. "Das erzeugt Panik.
Bei manchen setzt dann der Warnmechanismus aus. Was mit dem Geld
passiert, kann man sich denken", warnt Pfeiffer. Die Betrüger
versuchen zudem, die Menschen dazu zu bringen, gedankenlos in E-Mails
mitgeschickte versuchte Programme auszuführen.
Doch auch Unternehmen sind nicht vor Auswirkungen der Finanzkrise
gefeit. "Überall werden Sparpakete geschnürt. Aber wer bei Sicherheit
spart, kann ein böses Erwachen erleben", sagt Pfeiffer.
Backup-System, Virensoftware, Firewalls oder Security sind die
Lebensversicherung eines Unternehmens. "Hier zu sparen ist selten
eine gute Idee", so Pfeiffer.
Die Finanzkrise ist daher auch eines der Themen bei der
Sicherheitskonferenz DeepSec, die von 11. bis 14. November in Wien
tagt. Diese bringt Hacker und Unternehmen zum Erfahrungsaustausch an
einen Tisch. Vor allem US-Hacker Johnny Long, der sich auf
Low-Tech-Hacking spezialisiert hat, wird erläutern, wie
Sicherheitssysteme mit praktisch keinem Aufwand unterlaufen werden
können. Sharon Conheady von Ernst & Young wird ihre Erfahrungen mit
"Social Engeneering" einbringen - und Techniken vorstellen, mit denen
sich Menschen dadurch sehr einfach Zugang zu Gebäuden oder Netzwerken
erlangen, indem sie sich für einen anderen ausgeben.
DeepSec, die heuer zum zweiten mal in Wien stattfindet, will
Hacker, Unternehmen aus IT und Security sowie Wissenschafter
zusammenbringen, um auf einer neutralen Plattfom ihre Erfahrungen
auszutauschen. "Wir sind eine sonst kaum geschlagene Brücke zwischen
Forschung, Business, Behörden und der Hacker Community", sagt
Pfeiffer. Weitere Themen umfassen Bot-Netzwerke, sicheres
Programmieren, Security Awareness, Analyse von Malware,
Hardwareschwächen, Web-Firewalls, Loganalyse, Datenbanksicherheit,
Web 2.0 (Un)Sicherheit und vieles mehr. Das Programm ist sowohl für
Geschäftsführer, ICT Leiter, Administratoren, Entwickler, Forscher
und Hacker bestimmt.
Einige Restkarten für die DeepSec sind noch unter www.deepsec.net
erhältlich.
Rückfragehinweis:
René Pfeiffer & Michael Kafka DeepSec Organisation Tel. +43/676/5626390 Fax: +43/1/5036081 E-Mail: [email protected] www.deepsec.net
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF






