• 05.11.2008, 13:05:41
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Elfenbein-Schatz aus der Kunstkammer des KHM hat neuen Paten: WeltStadtWien unter Bundesminister Dr. Johannes Hahn übernimmt Patenschaft für ein wertvolles Relief aus dem 17. Jahrhundert

Designierte Generaldirektorin gab einen ersten Überblick über ihre Pläne für das Kunsthistorische Museum

BM Dr. Johannes Hahn und die designierte Generaldirektorin des KHM, Dr. Sabine Haag

Wien (OTS) - Die designierte Generaldirektorin des
Kunsthistorischen Museums, Dr. Sabine Haag, stellte am 3. November
2008 erstmals ihre Pläne für das Kunsthistorische Museum im Rahmen
einer Veranstaltung der Plattform WeltStadtWien vor.

"Das KHM soll ab 2009 als Flaggschiff der österreichischen
Museenlandschaft, als einziges Universalmuseum Österreichs und als
eines der fünf bedeutendsten Museen der Welt die beste Führung FÜR
das Haus bekommen. Das Kunsthistorische Museum mit seinen überaus
reichhaltigen Sammlungen verdankt seine Existenz der Sammeltätigkeit
des Hauses Habsburg. Die Relevanz des Kunsthistorischen Museums
beruht einerseits auf der großen Gedächtnisleistung, die mit den
Kunstwerken und -objekten verbunden ist und andererseits in der
Einbettung in seiner sich ständig ändernden Rezeptionsgeschichte
europäischer Kunst und Kultur. Als erratischer Block im stetig
wandelnden Fluss der Zeit zu bestehen, ist eine der wesentlichen und
vornehmlichsten Aufgaben des Kunsthistorischen Museums und seiner
Sammlungen. Neben aller Zeitgeistigkeit und aller medialen Hinwendung
zur visualisierten Wirklichkeit bleibt das Museum ein
unverwechselbarer und verlässlicher Ort der Beständigkeit und Dauer",
so die designierte Generaldirektorin in ihren Ausführungen.

"Es sollte uns heute nicht mehr darum gehen, andersartige, noch da
gewesene Ausstellungen zu machen, sondern viel mehr um die Frage, wie
der Betrachter mit Museumsinhalten umgeht und welche Erfahrungen er
damit machen kann. Was kann das Museum statt nur Ausstellungsort zu
sein? Es kommt darauf an, was wir dort machen, denn im Museum sind
neben den Exponaten schließlich auch wir selbst. Was machen
Besucherinnen und Besucher in einem Museum? Können sie mehr sein als
nur Besucher? Diesen Fragen werden wir uns in den nächsten fünf
Jahren stellen müssen", so Sabine Haag vor rund 500 interessierten
Gästen in der Kuppelhalle.

Haag präsentierte auch ihr wissenschaftliches Konzept zur
Neuaufstellung der Kunstkammer, die seit 2002 geschlossen ist und bis
2011 generalsaniert werden soll. Die Präsentation der rund 3.000
Kunstkammerobjekte auf insgesamt 2.700m2 wird in einem
spannungsvollen Wechsel von fokussierter Präsentation in den 13
Hauptsälen mit den 9 intimeren Kabinetten stehen, in denen die Fülle
der Bestände ausgebreitet werden soll. "Der Rundgang durch die neue
Kunstammer soll in erster Linie ein vergnügliches und lustvolles
Erobern und Kennenlernen der Sammlung sein und Augenlust bereiten",
erklärte die Direktorin der Kunstkammer und der Schatzkammer des KHM.

Vor Haags Ausführungen konnte sich der Wissenschaftsminister im
Depot der Kunstkammer von der Dringlichkeit der anstehenden
Restauriervorhaben ein Bild machen. Von den 3.000 Kunstobjekten, die
in neuen Aufstellung präsentiert werden, müssen 300 umfassend
restauriert werden.

Im Mai des Jahres hat des KHM gemeinsam mit der Tageszeitung "Die
Presse" eine Aktion gestartet und Kunstliebhaberinnen und
Kunstliebhaber aufgerufen, Patenschaften für diese kostbaren Objekte
zu übernehmen. Seither konnten rund Euro 45.000,- an Spenden und aus
Patenschaften eingenommen werden.

Bundesminister Dr. Johannes Hahn übernahm als Präsident der
Plattform WeltStadtWien die Patenschaft für das Elfenbeinrelief "Das
Urteil des Salomon" des Augsburger Bildschnitzers Georg Pfründt (1603
- 1663). Das aus mehreren Elfenbeinplatten zusammengesetzte Relief,
eine ungewöhnlich großformatige Komposition, geht auf ein 1615/17
entstandenes Gemälde von Peter Paul Rubens zurück. Das Kunstwerk muss
komplett gereinigt und auf einen neuen Untergrund (Bildträger)
fixiert werden. Die großen, ästhetisch unbefriedigenden Spalten
zwischen den Elfenbeinplatten sind zu schließen. Für die rund 100
Arbeitsstunden eines Restaurators wurden Euro 5.010,- veranschlagt,
die dankenswerter Weise vom Verein WeltStadtWien übernommen wurden.

Helfen Sie mit, Schätze der Kunstgeschichte für die Zukunft zu
erhalten. Genaue Restaurierungspläne und Kostenvoranschläge liegen
für alle Objekte vor. Geholfen werden kann in jeder Preisklasse. Ab
Euro 300,- kann man eine Patenschaft für ein bestimmtes Kunstwerk
übernehmen. Und wer sich unter den vielen Kunstwerken für kein
einzelnes entscheiden will, kann die Restaurierungsvorhaben mit jedem
beliebigen Geldbetrag unterstützen.

Spenden an die Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums sind für
Unternehmen als Betriebsausgabe und für Privatpersonen als
Sonderausgabe absetztbar.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .

Rückfragehinweis:

Kunsthistorisches Museum mit MVK und ÖTM
   Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts
   Irina Kubadinow
   Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit | Marketing
   Tel: 01 / 525 24- 4021
   mailto:[email protected]
   www.khm.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KHM

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