Wien (OTS) - "Die Verlängerung des Verkaufsvorgangs der AUA ist ein logisches Zwischenergebnis der Pleiten-, Pech- und Pannenserie im Zuge der AUA-Privatisierung. Was aber soll durch die Vorgangsweise von ÖIAG und Bundesregierung gewonnen werden? Offensichtlich soll die Schuldenübernahme durch die ÖIAG ermöglicht werden! Damit würde das ausschließliche Schielen auf die Lufthansa fortgesetzt. Wenn das alles war, was jetzt erreicht werden soll, dann ist das der bloße Sanierungsversuch für die zahllosen Fehler im bisherigen Ausschreibungsprozess ", kritisiert Werner Kogler, Budget- und Finanzsprecher der Grünen. Sollten Haftungs- und Schuldenübernahmen stattfinden, müssten eigentlich alle Bieter noch einmal eingeladen werden, denn dies ändert die Bedingungen des Verkaufs nachhaltig. Im übrigen hätte man die Frage etwaiger Haftungs- und Schuldenübernahmen bereits im August vergabekonform lösen können.
Für die Grünen ist das Eingeständnis, dass längere Fristen notwendig sind, die Chance, das Vergabeverfahren neu aufzusetzen. Damit soll ermöglicht werden, dass wieder mehrere Bieter in das Verkaufsverfahren eintreten können. In diesem Fall muss das Vergabeverfahren EU-konform abgewickelt werden. Insbesondere müssen alle Bieter die gleichen Informationen über den Zustand und die Verträge der AUA zur Verfügung gestellt bekommen. "Das erhöht die Chance, dass ein besseres Gesamtangebot gelegt wird und den Zuschlag erhalten kann", so Kogler.
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OTS0180 2008-10-27/13:43
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