Wien (OTS) - "Die Radverkehrspolitik in Wien muss völlig neu überdacht werden", kommentiert der Verkehrssprecher der Grünen Wien, Christoph Chorherr, den bereits dritten Todesfall eines Radfahrers in der Leopoldstadt innerhalb von zwei Wochen. "Es darf nicht mehr vorkommen, dass der Radverkehr auf Gehsteige und in Nebenstraßen verbannt wird", fordert Chorherr. Der heutige Unfall mit Todesfolge für einen Radfahrer ereignete sich auf einem Zweirichtungsradweg am Gehsteig auf der Taborstraße bei der Lkw-Einfahrt in den Frachtenbahnhof Nordwestbahnhof. Bereits vor Jahren haben die Grünen Leopoldstadt eine Entschärfung dieser Gefahrenzone per Antrag gefordert. Damals erklärte der SP-Vorsitzende der Verkehrskommission, dass man hier leider nichts verbessern könne. Doch statt eines brandgefährlichen Zweirichtungsradwegs, der nur am Gehsteig aufgepinselt ist, wäre die Anlage von richtungsbegleitenden Radstreifen auf der Fahrbahn die sicherere Variante gewesen.
Überhaupt lehnte die Stadt Wien bereits mehrmals eine sichere Radverkehrsanlage in der Taborstraße ab. Stattdessen werden die RadfahrerInnen in Nebenstraßen umgeleitet bzw. auf den Gehsteig geschickt. "Das sind Schmalspurvarianten und eine falsche Radverkehrspolitik. Stadtrat Schicker ist aufgefordert, endlich Radverkehrsanlagen umzusetzen, die den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen und gefährliche Altlasten zu entschärfen", so Chorherr abschließend.
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OTS0168 2008-10-27/13:10
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