• 16.10.2008, 11:01:21
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Finanzkrise trifft auch AUVA

Das Ausmaß der Finanzkrise zieht weite Kreise und hat nun auch die AUVA erreicht. Versicherte sowie Unternehmen haben dadurch jedoch keine negativen Auswirkungen zu befürchten.

Wien (OTS) - Von den enormen Folgen der weltweiten Finanzkrise ist
auch die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) betroffen.
Konkret handelt es sich um zwei Veranlagungen mit einem Gesamtvolumen
von 29 Millionen Euro. "Die AUVA ist als Sozialversicherungsträger
verpflichtet, ihr Kapital zinsbringend und mit höchstmöglicher
Sicherheit zu veranlagen", erläutert der Obmann der AUVA, Dr. Hans
Jörg Schelling, die Ausgangssituation. Die AUVA hat diese Forderung
unter Einhaltung der Veranlagungsvorschriften (ASVG § 446) mit der
Veranlagung in als sicher geltende Wertpapiere erfüllt und konnte
damit in der Vergangenheit beachtliche Kapitalzuwächse verzeichnen.
"Durch die unvorhersehbaren Auswirkungen der Finanzkrise kann die
Sicherheit zweier Veranlagungen in Wertpapiere nicht mehr garantiert
werden. Das sind weniger als zehn Prozent unserer gesamten
Veranlagungen am Geld- und Kapitalmarkt", so Schelling.

Eine Überprüfung aller Veranlagungen wurde bereits veranlasst.
Allfällige rechtliche Schritte werden geprüft. Neue
Veranlagungsrichtlinien sollen künftig die Sicherheit der
Veranlagungen weiter erhöhen. "Die notwendigen Wertberichtigungen
haben keine Auswirkung auf unsere Leistungen für unsere
Versicherten und Mitarbeiter", versichert der AUVA Obmann und
ergänzt: "Um die Verluste zu kompensieren, müssen wir strukturelle
Änderungen umso schneller umsetzen, Synergien maximal ausschöpfen,
Investitionen kürzen oder verschieben. Praktisch alle sonstigen
Veranlagungen arbeiten weiterhin profitabel".

Nichtsdestoweniger wird die Finanzkrise nachhaltige Auswirkungen
haben. Die derzeitige Rekordbeschäftigung in Österreich wird nicht
mehr aufrecht erhalten werden können. Der Rückgang der
Beschäftigtenzahlen wird sich vor allem nächstes Jahr massiv auf die
Beitragseinnahmen der AUVA auswirken. "In dieser Situation ist es
deshalb enorm wichtig, dass der Staat entsprechend eingreift, die
Konjunktur ankurbelt, die Realwirtschaft stützt und die
Finanzinstitute absichert, nicht nur in Österreich, sondern
weltweit", so Obmann Schelling.

Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,5 Millionen
Versicherte

Bei der AUVA sind rund 4,5 Mio. Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,3 Mio. Arbeiter,
1,5 Mio. Angestellte, 380.000 Selbstständige sowie 1,3 Mio. Schüler
und Studenten. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale
Unfallversicherung überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber.
Diese zahlen 1,4 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes
Dienstnehmers (bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 3.930,00 Euro) als
Unfallversicherungsbeitrag ein.

Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich
damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt. Prävention
- also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von
Berufskrankheiten - senkt die Kosten für die Heilbehandlung, die
Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am
wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als "Verwalter" von
Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf beschränkt, "nur" die
Haftung der Arbeitgeber im Falle von Arbeits¬unfällen oder
Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es immer als ihre
vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle zu
verhüten: etwa durch inten¬sive Aufklärung über Gefahren am
Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber und
Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung von
besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden 2007
rund 60 Mio. Euro investiert.

Rückfragehinweis:

AUVA - Sicherheitsmarketing und Presse
   Dr. Wilfried Friedl
   Adalbert-Stifter-Straße 65, 1200 Wien		
   Tel.: +43 1 33 111-530
   mailto:[email protected]
   Web: www.auva.at

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