- 09.10.2008, 13:07:23
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Frauenministerin Heidrun Silhavy eröffnete den 10. Österreichischen Journalistinnenkongress in Wien
Journalistinnen können ein modernes Frauenbild transportieren
Wien (OTS) - "Dieser Kongress ist ein wichtiges Signal", betonte
Silhavy in ihrer Begrüßungsrede. "Denn gerade in wirtschaftlich
turbulenten Zeiten, wo der Platz für aufstrebende Frauen wieder enger
wird, können Journalistinnen dazu beitragen, ein modernes Frauenbild
in der Gesellschaft zu transportieren." Denn Journalistinnen
entschieden mit, welche Informationen einer breiten Öffentlichkeit
zugänglich gemacht und wie sie aufbereitet werden. Diese
Entscheidungen seien einerseits von medienpolitischen
Rahmenbedingungen und Blattlinien geprägt, andererseits abhängig von
individueller Ausbildung und beruflicher Sozialisation.
Doch auch im Medienbereich gebe es noch keine Gleichstellung von
Frauen: Zwar seien 42 Prozent der österreichischen Journalisten
Frauen, im Vergleich zu Deutschland, der Schweiz und den USA ein
hoher Anteil, dennoch gelte für den Medienbereich, was auch für
andere Branchen gelte. "Frauen verdienen wesentlich weniger, sie
haben bis auf wenige Ausnahmen keine Spitzenpositionen inne und sie
sind wesentlich häufiger in Teilzeit- oder in prekären
Arbeitsverhältnissen beschäftigt - und das trotz höherer
Qualifikation!", so Silhavy, "der Akademikeranteil bei den Frauen
liegt bei 41 Prozent, jener der Männer bei 29 Prozent."
Daher müsse eine "gezielte Unterstützung von Frauen-Karrieren in den
Medien" angeboten werden. Wie in allen Branchen sei die Schaffung von
Kinderbetreuungseinrichtungen auch hier relevant. Von einer
Trendwende auf Grund der Kindergarten-Offensive und der
Flexibilisierung des Kindergeldes zu sprechen, sei aber noch
verfrüht: "So rasch greifen die Maßnahmen nicht", betonte die
Frauenministerin, "aber wir sind aber auf dem richtigen Weg, die
Strukturen dauerhaft zu ändern."
Nicht zuletzt gehe es auch um die Unterstützung von JournalistInnen
bei der Produktion qualitätsvoller Berichterstattung, hier gebe es im
Bereich der Presseförderung bereits vielversprechende Ansätze.
Dennoch "haben wir sowohl aus medienpolitischer als auch aus
frauenpolitischer Perspektive noch viel zu tun." schloss die
Frauenministerin, "Ich erwarte mir von diesem Kongress dazu wertvolle
Anregungen!"
Abschließend dankte die Ministerin den Initiatorinnen,
Nationalratsabgeordneten Maria Rauch-Kallat und
Nationalbankpräsidentin a.D. Maria Schaumayer und überreichte ihnen
Blumensträuße zum 10. Jubiläum des Journalistinnenkongress.
Rückfragehinweis:
Cornelia Zoppoth Kabinett der Bundesministerin für Frauen, Medien und Regionalpolitik Minoritenplatz 3 A-1014 Wien Tel.: (+43 1) 53115/2131 Fax: (+43 1) 53109/2131 E-Mail: [email protected]
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