• 07.10.2008, 10:25:42
  • /
  • OTS0069 OTW0069

Judith Rosmair als Consuelo de Saint-Exupéry am 14.10. im RadioKulturhaus

Wien (OTS) - "Der Kleine Prinz" wäre ohne sie nicht entstanden,
ebensowenig der "Nachtflug": Die exzentrische Künstlerin Consuelo war
Inspiration und Mittelpunkt im Leben Antoine de Saint-Exupérys. Am
Dienstag, den 14. Oktober liest der deutsche Bühnenstar Judith
Rosmair im RadioKulturhaus aus Zeugnissen einer künstlerisch
fruchtbaren amour fou. Regie dieser szenischen Lesung führt Christian
Papke.

"...Mein Leben war ein einziger großer Taumel. Jetzt habe ich
graue Haare, und so viele Tränen rinnen in meinen Mund, dass ich mein
ganzes Leben davon trinken könnte. Warum Tonio, mein Tonio, meine
Last und meine Freude, ... warum bist Du gegangen...?"

Die wenigsten wissen, dass Antoine de Saint-Exupéry verheiratet
war. Mit Consuelo Suncin Sandoval de Gómez, Malerin, Bildhauerin,
schillernde Figur der Bohème am Montparnasse, eine Frau voller Charme
und sprühender Energie aus El Salvador. Ein quirliges Geschöpf, das
sich immer wieder selbst erfindet.

Antoine de Saint-Exupéry lernt sie als Pilot in Buenos Aires
kennen. Er entführt sie in seiner Maschine in den Himmel und hält
dort um ihre Hand an. Sie schenkt ihm die Inspiration zu schreiben,
macht den Luftfahrtpionier, der sich eher als Pilot denn als Autor
sieht, zum Dichter. Er verewigt sie auf einem kleinen Planeten als
Rose des "Kleinen Prinzen".

Doch im Jahr 2000, bei den Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des
berühmten Autors in Fourvières, findet jedes Familienmitglied
Erwähnung, nur nicht seine Witwe Consuelo. Das Leben von Antoine de
Saint-Exupéry birgt immer noch Geheimnisse. Consuelos Papiere mit
ihren Memoiren entdeckte man erst vor wenigen Jahren in den Tiefen
eines Koffers. 1944 war Saint-Exupéry im Krieg verschollen. Sie blieb
allein zurück. Doch jeden Sonntag schrieb sie ihm - Gedanken,
Erlebnisse, Anekdoten... Ohne diese Briefe je abzuschicken. Sie
versucht ihrem Mann durch das Schreiben nahe zu bleiben. Käme er
endlich zurück, fände er ein Tagebuch ihrer Liebe vor: ihre "Lettres
du dimanche". Die "Sonntagsbriefe" sind Zeichen ihrer Treue und ein
Überlebensritual.

Im RadioKulturhaus liest aus diesen "Sonntagsbriefen" die
vielseitige deutsche Schauspielerin Judith Rosmair. Rosmair wurde
nach ihrer Ausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende
Kunst in Hamburg ans Schauspielhaus Bochum engagiert, wo sie mit
Regisseuren wie Leander Haußmann, Frank Castorf und Jürgen Kruse
arbeitete. 2000 wechselte sie zum Hamburger Thalia Theater und
feierte Erfolge mit Molière, den deutschen Klassikern, aber auch
Stücken von Frank Wedekind über Harold Pinter bis Gesine Danckwart.
Regisseure wie Martin Kušej, Stephan Kimmig, Niklaus Helbling, Isabel
Osthues, Michael Thalheimer und Dimiter Gotscheff begleiteten sie auf
ihrem Weg zum Bühnenstar und Publikumsliebling. Zwei Inszenierungen,
in denen sie mitwirkte, wurden mit einer Einladung zum Berliner
Theatertreffen ausgezeichnet: Elfriede Jelineks "Ulrike Maria Stuart"
und Molieres "Der Tartuffe" - wo sie als verschlagenes Hausmädchen
Dorine bejubelt wurde. 2007 zeichnete sie das Fachblatt "Theater
heute" als "Schauspielerin des Jahres" aus. Seit 2008 ist Judith
Rosmair festes Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne.

"Prüfung der Sterne - Die Briefe der Consuelo de Saint-Exupéry"
mit Judith Rosmair findet am Dienstag, den 14. Oktober 2008 im
RadioKulturhaus statt. Beginn ist um 19.30 Uhr, Eintritt: EUR
17,-/19,-; mit RadioKulturhaus-Vorteilskarte 10% bzw. 30% Ermäßigung.

Weitere Informationen zum Programm des RadioKulturhauses gibt es
auf der Homepage http://radiokulturhaus.ORF.at oder über das
Kartenbüro (Tel. 01/501 70-377).(hb)

Rückfragehinweis:
ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Hufnagl
Tel.: (01) 501 01/18175
mailto:[email protected]
http://radiokulturhaus.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HOA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel