- 06.10.2008, 15:37:09
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Jakob Auer: Landwirtschaft braucht Handschlagqualität!
Wien (ÖVP-PK) - Wie auch immer die künftige Regierung ausschaut,
auf die Interessen der Landwirtschaft darf nicht vergessen werden.
Das sagte heute, Montag, der ÖVP-Abgeordnete Jakob Auer zu den
aktuellen Gesprächen nach der Nationalratswahl. Für die Bauern steht
eines fest: "Sie brauchen Handschlagqualität und stabile
Rahmenbedingungen, um den Familienbetrieben auch in Zukunft
Sicherheit und Qualität zu geben." Dabei erneuert Auer die
Forderungen der Bauern, die auch nach der Wahl gelten: Einheitswert
und Steuerpauschalierung müssen bleiben, der Agrardiesel muss
aufgestockt werden und beim Berufsschutz braucht es Reformen. ****
"Für die Bauern steht viel auf dem Spiel", erinnert Auer an diverse
Ankündigungen anderer Parteien vor der Wahl, etwa den Einheitswert
aufzugeben, die Erbschaftssteuer wieder einzuführen oder Eigentum
stärker zu besteuern. "Wenn das passiert, stehen viele
Familienbetriebe vor dem Aus!" Grund und Boden sind für die Bauern
Lebensunterhalt und Lebensinhalt. "Es ist somit Aufgabe der Politik,
dieses Eigentum zu schützen und als Arbeits- und Lebensstandort zu
erhalten", fordert Auer die Beibehaltung von Einheitswert und
Steuerpauschalierung. In Zusammenhang mit den Preissteigerungen bei
Betriebsmittel und Treibstoff ist für den ÖVP-Abgeordneten die
Aufstockung des Agrardiesels, wie von Finanzminister Molterer und
Landwirtschaftsminister Pröll vor der Wahl versprochen, notwendig.
"Die Bauern brauchen diese Unterstützung, und sie brauchen vor allem
vernünftige Partner in der Regierung, damit diese ihre Interessen in
Österreich, aber auch in Brüssel, gezielt vertreten", so Auer.
Die Neugestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik beginnt jetzt
Die Entscheidung über die Neugestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik
nach 2013 wird bereits von einer neuen Bundesregierung getroffen.
"Auch in der nächsten Periode geht es darum, mit starker
österreichischer Stimme für die Interesse der Bauern zu sprechen",
warnt Auer vor Kürzungsplänen in der kommenden Finanzperiode. Die
ersten Gespräche über die künftige Ausgestaltung des Programms für
Ländliche Entwicklung mit ÖPUL, AZ und Investitionsförderung haben
bereits begonnen. "Da geht es nicht nur um viel Geld, sondern vor
allem auch um Planungssicherheit", gibt Auer zu bedenken.
Auch im Milchsektor stehen wichtige Entscheidungen an. Kommt es zu
einer Abschaffung der Milchquoten, brauchen Österreichs Milchbauern
konkrete Begleitmaßnahmen. Denn 87 Prozent der Milch wird in
Österreich in Bergregionen erzeugt. "Werden die
Produktionsbedingungen weiter verschärft, sind Maßnahmen wie eine
gekoppelte Milchkuhprämie und mehr Geld in der ersten Säule
unausweichlich", setzt Auer weiterhin auf eine kompetente
österreichische Verhandlungsführung in Europa.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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