- 26.09.2008, 12:06:07
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ÖVP Wien ad Psychiatrie-Kommission: Kritische Stimmen am OWS von Führungsebene unerwünscht
Pflegedirektorin Angela Schütz bestätigt rigide Aussagen gegenüber Ärzten am Otto Wagner Spital
Wien (VP-Klub) - "Das ist Führungskultur, wie sie nicht sein
soll", empört sich ÖVP Wien LAbg. Ingrid Korosec im Rahmen der
heutigen Sitzung der Untersuchungskommission Psychiatrie. Im
Zusammenhang mit der Befragung der Zeugin Angela Schütz
(Pflegedirektorin am Otto Wagner Spital) traten brisante
Informationen über den OWS-internen Umgang mit Kritik zutage.
Quintessenz: Versuche der Ärzteschaft, strukturelle Mängel am Otto
Wagner Spital transparent zu machen, wurden von der Führungsebene im
Keim erstickt und dem medizinischen Personal Konsequenzen angedroht,
falls es sich öffentlich über Missstände äußere.
"Die heute bestätigten Aussagen der Pflegedirektorin in internen
Sitzungen wie "wer im Heuhaufen sitzt sollte nicht zündeln, weil er
dann in Rauch aufgeht", dürfen auch in Anbetracht ihrer historischen
Dimension nicht toleriert werden und müssen ans Licht der
Öffentlichkeit", betont Korosec.
"Heile Welt" der Pflegedirektorin in der Realität nicht
existent
"Die Pflegedirektorin demonstrierte uns im Rahmen ihrer Aussagen eine
heile Welt, die am OWS nicht existent ist", erklärt Korosec weiter.
MitarbeiterInnen könnten laut Schütz zwar jederzeit zu Gesprächen zu
ihr kommen - jedoch augenscheinlich ohne Ergebnis: "Zahlreiche
interne Arbeitskreise am Otto Wagner Spital haben in den letzten
Jahren wiederholt Defizite aufgezeigt, ohne dass an der Behebung der
Missstände ernsthaft gearbeitet wurde. Dies belegen sowohl
Zeugenaussagen als auch interne Protokolle", so die Gemeinderätin.
"Wenig überraschend, dass das medizinische Personal angesichts dieser
unerträglichen Situation die Flucht ergreift", ist auch LAbg.
Bernhard Dworak überzeugt. Im Zeitraum April 2006 bis April 2008
haben laut Aussagen von Zeugen 19 von 43 Fachärzten das Otto Wagner
Spital verlassen. "Das Pflegepersonal ist nachweislich von
körperlichen Überlastungserscheinungen wie z.B. Burnout betroffen und
reagiert mit Langzeit-Krankenständen. Denn tagtäglich unter
schwierigsten Bedingungen Höchstleistungen zu vollbringen, ohne
Rückendeckung durch das Führungsteam, ist ein Kampf gegen Windmühlen
mit fatalen Auswirkungen für die PatientInnen", so Dworak.
ÖVP ad Stadtregierung: Endlich ein Zeichen für mehr
Transparenz setzen!
Korosec und Dworak abschließend: "Es ist an der Zeit, dass die
SPÖ-Stadtregierung endlich ein Zeichen für mehr Transparenz und
Offenheit setzt und sich dafür einsetzt, dass Missstände am Otto
Wagner Spital nicht mehr länger unter den Tisch gekehrt werden,
sondern man sich aktiv für deren Behebung einsetzt."
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:[email protected]
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