- 26.09.2008, 10:19:59
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Constantin Film: "SPÖ-Kinoförderung verzerrt den Wettbewerb der Kinos in Wien"
Wien (OTS) - "Die SPÖ verzerrt durch die einseitige Kinoförderung
den Wettbewerb der Kinoanbieter in Wien", kritisiert Christof
Papousek, Geschäftsführer der Constantin Film Unternehmensgruppe. Ihn
stört, dass SPÖ-Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny das Stadtkino am
Schwarzenbergplatz mit 300.000 Euro oder das Gartenbaukino mit rund
400.000 Euro pro Jahr gefördert hat, während die übrigen 30 Wiener
Kinos im Schnitt rund 13.000 Euro erhalten haben.
Pikant ist für Papousek, dass das Gartenbau-Kino nicht nur
Programmkino spielt, sondern auch Blockbuster wie Batman "The Dark
Knight" und damit Kinos Konkurrenz macht, die keine oder kaum
Kinoförderung erhalten. Für Papousek ist das eine "missbräuchliche
Verwendung von öffentlichen Geldern. Ich bin mir nicht sicher, ob
diese Förderpraxis einer kritischen Begutachtung durch
Wettbewerbshüter standhält."
Papousek: "Fachlich kompetente Politiker nötig"
Und der Geschäftsführer der Constantin Film wünscht sich für den
Film- und Kinobereich fachlich kompetente Politiker: "Die
SPÖ-Gemeinderätin Elisabeth Vitouch war eine hervorragende
Moderatorin von Kindersendungen. Sie versteht jedoch als Politikerin
offenbar nicht einmal den Unterschied zwischen
EU-Filmverwertungsförderung und Kinostandortförderung. Und das sollte
doch Voraussetzung für ihren neuen Beruf sein."
In der Vorwoche hatte Vitouch in einer Aussendung im Zusammenhang
mit der Kinoförderung angemerkt, dass die Constantin Film 600.000
Euro an Förderungen erhalten habe.
Keine Kinoförderung für Cineplexx
Dazu Papousek: "Für unsere Cineplexx Kinos bekommen wir keine
Förderungen in Wien, für unsere traditionellen Kinos wie die Urania
oder das Tuchlauben Kino werden wir im Rahmen einer Lex Constantin
nochmals diskriminiert, obwohl eine Basisförderung jedem Wiener
Kleinkino dann zusteht, wenn Mindestkriterien im Bereich
Programmierung erreicht werden. Unsere Kinogruppe ist hier auf zwei
Standorte beschränkt, was für mich sachlich nicht nachvollziehbar
ist, weil wir in fünf Kinos anspruchsvolle Filme zeigen.
Die zweckgebundene EU-Förderung, die Frau Vitouch angesprochen
hat, haben wir nicht als Kinobetreiber, sondern als Filmverleiher im
Rahmen der EU-Filmverwertungsförderung für verschiedene europäische,
nicht nationale Filme bekommen. Über die ordnungsgemäße Verwendung
der Mittel müssen wir in Brüssel Rechenschaft abliefern und können
diese Förderungen nicht für beliebige Projekte verwenden, so wie sich
das manche Politiker vorstellen. Offenbar ist hier Aufklärung darüber
nötig, welche Rolle ein Filmverleih und welche ein Kino in der
Filmwirtschaft spielt."
Rückfragehinweis:
Constantin Film Unternehmensgruppe
Siebensterngasse 37, 1070 Wien
Tel.: 01-52128-0
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