• 26.09.2008, 09:23:52
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VAI begrüßt parlamentarischen Entschließungsantrag zu Leerverkäufen

VAI warnt aber vor überhasteten Maßnahmen / Langfristiger Stopp von Leerverkäufen schadet dem Gleichgewicht der Märkte

Wien (OTS) - "Eine kurzfristige Regulierung der Finanzmärkte in
der derzeitigen Situation ist als positiv anzusehen. Aus diesem Grund
begrüßen wir die Annahme des Entschließungsantrags zu weiteren
Anforderungen bei Leerverkäufen in der Nationalratssitzung von
Mittwoch. Langfristig dürfen jedoch Risikomanagement- oder
Portfolio-Management-Techniken nicht aufgehoben werden, da es sonst
dem Gleichgewicht der Märkte schadet", sagt Oliver Prock,
Vorstandsvorsitzender der Vereinigung Alternativer Investments (VAI).
Die VAI wird nächste Woche eine Arbeitsgruppe zu dieser Frage und den
aktuellen Regulierungstendenzen auf EU Ebene einsetzen und in den
Dialog mit Politik und Aufsicht eintreten.

Die Finanzmarktaufsicht hat in der derzeitigen Situation die
richtigen Konsequenzen gezogen. "Nächste Woche wollen wir in
Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden in einer Experten-Arbeitsgruppe
die nächsten Schritte festlegen", sagt Prock. Die VAI warnt vor
überhasteten Regulierungsmaßnahmen, denn allein fallende Kurse lassen
nicht auf eine Marktmanipulation schließen. Eine weitere Regulierung
könnte auch dazu führen, dass bei kapitalgarantierten Produkten für
die Pensionsvorsorge ein Teuerungseffekt eintritt.

Kurzfristig einen Stopp von Leerverkaufen zu verhängen ist
sinnvoll, wenn es einen regulativen Fehler im System gibt, um ihn zu
beheben. Langfristig jedoch schadet es dem Gleichgewicht der Märkte,
da wichtige Funktionen wie die Risikoverteilung und die Liquidität
der Märkte beeinträchtigt werden.

"Langfristig Leerverkäufe von Aktien zu verbieten, ist in etwa
dasselbe wie alle Autofahrer zu bestrafen, wenn ein Autofahrer
dauernd zu schnell fährt. Wenn man gewisse Autofahrer nicht durch
Strafmandate in den Griff bekommt, dann könnte man doch gleich die
Autohersteller regulieren und ihnen auftragen, langsamere Autos zu
bauen! So ähnlich ist das mit den Derivaten, die aufgrund von zuviel
Hebel zuviel Druck auf Einzelfirmen oder das System erzeugt haben",
beschreibt Prock die Situation.

"Das Problem der Finanzkrise ist kein Leerverkaufproblem, sondern
ein Problem von Finanzinstituten, welche sich kurzfristig
refinanzieren und mit großem Hebel langfristig anlegen. Wenn sich der
Geldmarkt irrational verteuert und sich die Veranlagungsinstrumente
verbilligen, kommt es zu Marktverwerfungen wie aktuell der Fall", so
Prock weiter. Leerverkäufe von Aktien sind nur ein kleiner Teil des
Problems. Im Epizentrum der Krise steht der unregulierte Kreditmarkt
mit seinen over-the-counter (nicht an der Börse gehandelten)
Kredit-Derivaten. Hier sollte über systemverbessernde Maßnahmen
nachgedacht werden.

Über die Vereinigung Alternativer Investments (VAI)

Die Vereinigung Alternativer Investments ist die erste unabhängige
Interessenvertretung der Anbieter von Alternativen Investment
Produkten in Österreich. Die VAI wurde 2003 gegründet und versteht
sich als zentrale Anlaufstelle in allen Belangen von Alternativen
Investments. Vorstandsvorsitzender der Vereinigung Alternativer
Investments ist Mag. Oliver Prock (CIO Salus Alpha). Als
Generalsekretär ist Mag. Martin Greil tätig. Die Vereinigung
Alternativer Investments setzt sich für die sachgerechte Information
zum Thema Alternative Investments, sowie für die Förderung von
Alternativen Investments in Österreich ein. Wesentlich ist die
Schaffung von gesetzlichen Rahmenbedingungen durch gezieltes Lobbying
seitens der VAI.

Rückfragehinweis:

Mag. Michaela Cesar
   Unit Manager PR
   RADIX pu.re
   Radix Marketingberatungs & Trainings GmbH
   mobil: +43 (0) 664 967 26 17
   fon:   +43 (1) 929 12 68 17
   fax:   +43 (1) 929 12 69
   mail: [email protected]
   web: www.radix-partners.com

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