- 24.09.2008, 11:57:53
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Grüne Wien/Vana: Fraueneinkommen massiv erhöhen ist Auftrag für nächste Regierung
Equal Pay Day: Frauen arbeiten in Österreich ab 25. September "gratis"
Wien (OTS) - "Dass Frauen in Österreich drei Monate länger
arbeiten müssen, um das Gleiche zu verdienen wie Männer, ist ein
Skandal erster Klasse", sagt Monika Vana, Stadträtin und
Frauensprecherin der Grünen Wien anlässlich des diesjährigen Equal
Pay Day. Heuer arbeiten Frauen schon ab dem 25. September gratis.
"Gegen die wachsende Einkommensschere zwischen Frauen und Männern
muss endlich ein nationaler Aktionsplan erstellt werden", fordert
Vana. "Ziel der nächsten Regierung muss sein, Fraueneinkommen massiv
zu erhöhen, um den Equal Pay Day absehbar auf den 31. Dezember zu
verschieben".
Österreich gehört Im EU-Vergleich zu den Ländern mit dem größten
Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern - Tendenz steigend.
Frauen verdienen im Durchschnitt rund 40 Prozent weniger als Männer.
BeamtInnen verdienen nur 91 Prozent des mittleren Beamteneinkommens,
vertragsbedienstete Frauen nur mehr 76 Prozent der
vertragsbediensteten Männer, weibliche Angestellte lediglich 50
Prozent der mittleren Männerverdienste und Arbeiterinnen gar nur 45
Prozent der Arbeiter. Diese Unterschiede lassen sich nur teilweise
durch die hohe Teilzeitquote bei Frauen erklären. Auch beim
Bruttostundenlohn beträgt der Einkommensunterschied laut Statistik
Austria etwa ein Viertel - mehr als noch vor wenigen Jahren.
Mindestens15 Prozent der Einkommensschere sind reine
Lohndiskriminierung.
Die Berechnung des Equal Pay Day erfolgt durch den Vergleich der
Durchschnittseinkommen der ganzjährig Vollzeitbeschäftigten nach der
Lohnsteuerstatistik der Statistik Austria. Daraus ergibt sich, um wie
viel länger Frauen im Durchschnitt für den selben Lohn wie Männer
arbeiten müssen.
Vana fordert ein konsequentes Maßnahmenpaket zur Verringerung der
geschlechterspezifischen Einkommensschere:
- Bindung der Wirtschaftsförderung an Frauenförderung in den
Betrieben.
- Gleichstellung von "Frauenberufen" mit "Männerberufen" in den
Gehaltsschemata von Bund und Ländern.
- Qualifizierungsangebote, um Frauen in zukunftsweisenden
Berufsfeldern zu etablieren.
- Flächendeckende Kinderbetreuung - kostenlos, ganztägig als
Rechtsanspruch - auch für unter Dreijährige.
Rückfragehinweis:
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