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OTS0110   24. Sept. 2008, 10:59

Gesundheitsreform muss verhindert werden: Dr. Doris Linsberger gegen Zwei-Klassen-Medizin


"Wo ist das Thema Gesundheit im Wahlkampf? Niemand
fordert dazu Stellungnahmen der Parlamentsparteien ein - auch nicht
die Medien!", so Dr. Doris Linsberger, Nummer 2 der Bundesliste Fritz
Dinkhauser. Es besteht die Gefahr, dass durch eine neue Regierung die
geplante Gesundheitsreform nun geradewegs umgesetzt wird. Die großen
Parteien haben dies ja bereits angekündigt. Doris Linsberger möchte
mit einem Mandat im Nationalrat die Stimme für die Gesundheit der
ÖsterreicherInnen erheben mit dem Ziel, die Gesundheitsreform in
ihrer derzeitigen Konzeption zu verhindern: "Unser Gesundheitssystem
braucht eine durchdachte und langsame Evolution statt einer
kurzsichtigen Reform, die die Menschen dahinter außer Acht lässt.
Wenn wir jetzt nicht aufpassen, wird das passieren, was offiziell nie
jemand wollte: Es wird PatientInnen verschiedener Klassen geben.
Nicht für jeden wird die beste Medizin möglich sein."

Gesundheit wird im Wahlkampf tot geschwiegen.

"Der Rotstift wird bereits überall angesetzt, die medizinische
Versorgung wird kaputt gespart. Es darf nicht sein, dass solche
Entscheidungen über die Köpfe der ÖsterreicherInnen hinweg getroffen
werden. Das Thema im Wahlkampf tot zu schweigen ist fahrlässig!" so
Dr. Linsberger. "Wir brauchen Strategien, die in Zusammenarbeit aller
Beteiligten sinnvolle Sparmaßnahmen ermöglichen und gleichzeitig die
Qualität für den einzelnen auch für die Zukunft sicherstellen."

Vorsorgen statt heilen

Derzeit fließen nach Angaben der EU nur rund 3% der
Gesundheitsausgaben in den Bereich der Vorsorge, 97% in den kurativen
Bereich. Ziel muss es sein, in die Zukunft zu investieren.
Vorsorgemaßnahmen sind sinnvoll investierte Gesundheitsausgaben,
deren Erfolge jedoch meist erst nach Jahren und Jahrzehnten sichtbar
sind.

Linsberger fordert: HPV-Impfung gehört ins staatlich finanzierte
Impfprogramm!

Die HPV-Impfung ist ein riesiger Durchbruch in der
Vorsorgemedizin. Die Zwei-Klassen-Medizin, in der sich nur finanziell
besser gestellte BürgerInnen diese Vorsorge leisten können, darf
nicht vorangetrieben werden. Die HPV-Impfung muss für alle Mädchen
und Frauen kostenlos bzw. leistbar werden. Viele Länder Europas
finanzieren solche Impfprogramme aus gutem Grund - nur bei uns wird
der Nutzen dieser Impfung sogar öffentlich angezweifelt, um sie nicht
bezahlen zu müssen. Das entbehrt jeder medizinischen Grundlage. Wir
verlangen die Veröffentlichung bereits durchgeführter Studien, die
den volkswirtschaftlichen Nutzen dieser wirkungsvollen
Vorsorgemaßnahme belegen. "Ja, eine Aufnahme der HPV-Impfung ins
öffentlich finanzierte Impfprogramm rechnet sich erst in vielen
Jahren, aber es zeugt von steinzeitlichem Denken, den
wirtschaftlichen Nutzen einer Maßnahme nur in Parlamentsperioden zu
berechnen, anstatt auch an die Gesundheit unserer Kinder und
Enkelkinder zu denken", so Linsberger. "Sinnvolle Investitionen in
die Gesundheit der Bevölkerung werden nicht nur einzelnen viel Leid
ersparen, sondern uns allen viel Geld."

Gesunde Bevölkerung ist Garant für wirtschaftliche Produktivität

"Wir wissen, dass eine gesunde Bevölkerung ein Garant
wirtschaftlicher Produktivität ist", so Linsberger. Die Gynäkologin
und zweifache Mutter macht auch auf ihrer Website
www.dorislinsberger.at klar: "Die beste medizinische Versorgung darf
niemals eine Frage von arm oder reich sein. Medizinische
Notwendigkeit muss immer Vorrang vor wirtschaftlichen Überlegungen
haben. Ja, unser Gesundheitssystem braucht Veränderungen - aber es
geht um Evolution und nicht um kurzsichtige Radikalreformen." Das
Ziel von Dr. Linsberger: Ein Mandat für die Gesundheit.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0110 2008-09-24 10:59 241059 Sep 08 DKH0001 0510



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Rückfragehinweis: Dr. Doris Linsberger
# 2 der Bundesliste
Bürgerforum Österreich - Liste Fritz Dinkhauser
Burggasse 1,
3500 Krems
E-Mail: dr.linsberger@gyn-krems.at

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