- 23.09.2008, 14:35:02
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Offener Brief der IKG zur Causa FPÖ - Friedmann
Wien (OTS) - Sehr geehrte Frau Nationalratsabgeordnete,
Sehr geehrter Herr Nationalratsabgeordneter,
Die eingebrachten Anfragen (4952/J XXIII.GP und 4956/J XXIII.GP)
seitens der Abgeordneter Dr. Fichtenbauer und Neubauer an die
Bundesministerin für Justiz Berger und die Bundesministerin für
Unterricht Schmied zeigt die offene Zusammenarbeit der FPÖ mit
Holocaustrevisionisten die versuchen durch Provokationen die älteste
jüdische Schule Wiens zu vernichten. Die parlamentarische Anfrage
der FPÖ und die Anwaltsaktivitäten ausgeübt von einem Anwalt aus dem
Umfeld der FPÖ sind ein politischer Missbrauch von Justiz und
Parlament.Die Forderung nach Abschaffung des Verbotsgesetzes kann
daher niemand überraschen.IKG wird den Kampf mit den Hintermännern
von Herrn Friedmann weiterführen.
Zur Erinnerung:
Seit Jahren bereits führt ein selbsternannter
"Oberrabbiner"-Hochstapler namens Friedmann gegen den bereits
mehrmals Betrugsverfahren eingeleitet und wieder eingestellt wurden
einen Kleinkrieg gegen die jüdische Gemeinde Wiens.
Mit Unterstützung eines der FPÖ nahestehenden Rechtsanwaltes
versucht er seinen Kindern trotz Nichtbezahlung des Schulgeldes und
Teilnahme an einer Holocaustleugnerkonferenz in Teheran und seinem
Auschluß aus der Kultusgemeinde weiter den Schulbesuch an einer
jüdischen Privatschule zu durch die Befassung der Gerichte und
Anzeigen aller Art zu sichern. In Wahrheit besuchen seine Kinder in
Mißachtung der gesetzlichen Schulpflicht seit über einem Jahr keine
Schule.
Vorher war es zu einer Verurteilung Friedmanns durch aller
maßgeblichen Wiener Rabbiner und dem Oberrabbiner des Staates
Israel gekommen.
Die Israelitische Kultusgemeinde wird den betroffenen Schulverein
weiter zur Seite stehen , weist die parlamentarische Anfrage der FPÖ
zurück und fordert alle demokratisch gesinnten Staatsbürger auf sie
bei ihrem Kampf für Religionsfreiheit und gegen eine eigenartige
Koalition von österreichischen Rechtsextremisten und Islamisten,
deren gemeinsamer Nenner der Antisemitismus ist zu unterstützen.
Damit wurde unter anderem auch bereits der Europäische Gerichtshof
für Menschenrechte befasst, handelt es sich doch um einen klaren
Verstoß gegen die verfassungsmäßig geschützte Religionsfreiheit und
die Rechte von Privatschulen.
Die Israelitische Kultusgemeinde wird sich jedenfalls von der FPÖ
keine Kinder aus Holocaustrevisionistenmilieu in jüdische Schulen
schicken lassen!
Dr. Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien
Mag.Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der Israelitischen
Kultusgemeinde Wien
Rückfragehinweis:
Israelitische Kultusgemeinde, GS Mag. Raimund Fastenbauer
Tel.: (01) 53 104-105
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