Wien (OTS) - "Wenn es um die Kriminalitätsstatistik geht, so hat Ministerin Fekter offenbar nur Tarnen, Täuschen und Vertuschen im Sinn", so kommentiert LIF-Justizsprecher Alexander Hofmann die heutige Pressekonferenz des Bundeskriminalamts, die in einem Eklat endete. "Der unredliche Umgang mit Kriminalstatistiken ist ärgerlich und untragbar", so Hofmann: "Innenministerin Maria Fekter bemüht sich nicht, die Bevölkerung vollständig und wahr über die tatsächliche Lage der Kriminalität in Österreich zu informieren. Daten werden frisiert und für politische Zwecke missbraucht." So sei die Weigerung der Bekanntgabe der Daten des Sicherheitsmonitors einerseits ein eindeutiger Hinweis, dass die offizielle Statistik mit der internen nicht überein stimme, andererseits benutze man falsche Argumente aus der Statistik, um populistische Law-and-Order-Forderungen zu untermauern.
Die Jugendkriminalität sei überhaupt erst seit dem Jahr 2008 erfasst worden, die Jugendlichen seien also nicht "krimineller" geworden, sondern es gäbe erst seit kurzem die gesetzliche Verpflichtung zur Anzeige ebendieser Straffälle. Dennoch habe Fekter die Bevölkerung durch ihren unzutreffenden Vergleich verunsichert und versucht, aus der Forderung nach einer Absenkung der Strafmündigkeitsgrenze billiges politisches Kapital zu schlagen. Andererseits lasse die Verschleierung der Sicherheitsmonitor-Daten die Vermutung zu, dass die Kriminalität möglicherweise nicht, wie von Fekter behauptet, gesunken sei. "Die vernünftige Analyse richtiger und aussagefähiger statistischer Daten und ein offener Informationsfluss an die Öffentlichkeit sind vonnöten, um eine effiziente und punktgenaue Sicherheitspolitik zu gewährleisten", schloss Hofmann.
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