- 20.09.2008, 09:56:05
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Frauenministerin Silhavy eröffnete Veranstaltung "Frauen unterwegs - Migrantinnen im Jahr des Interkulturellen Dialogs 2008"
Wien (OTS) - "Die öffentliche Debatte über Fragen der Migration
und Integration ist geprägt von Ängsten, Befürchtungen und
Klischeevorstellungen. Soziale Probleme sollten nicht ethnisiert
werden, indem sie als Kulturdelikte abgestempelt werden. Die Fakten
ändern sich nicht, nur weil man sie anders benennt. Gefordert ist
daher eine Politik, die kulturelle Vielfalt als gesellschaftliche
Ressource und nicht als Bedrohung begreift. Es gilt, dafür
entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Ohne Zweifel ist es der
Dialog, der die Voraussetzungen für ein besseres Verständnis zwischen
Migrantinnen und der Mehrheitsbevölkerung schaffen kann. Damit dieser
Dialog stattfinden kann, ist die wechselseitige Anerkennung als
gleichberechtigte und gleichwertige Kommunikationspartner, Offenheit
und Verständigungsbereitschaft auf beiden Seiten notwendig", betonte
Frauenministerin Heidrun Silhavy im Rahmen ihres Eröffnungsreferats
der Veranstaltung "Frauen unterwegs".
In diesem Sinn wurde das Jahr 2008 zum EU-Jahr des interkulturellen
Dialogs 2008 erklärt. Ziel dieser europaweiten Kommunikationskampagne
ist es, möglichst viele BürgerInnen für die Bedeutung des
interkulturellen Dialogs im Alltag und im Berufsleben zu
sensibilisieren. Zahlreiche Projekte sollen Raum für Begegnungen
zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen schaffen, um kulturelle
Vielfalt als Bereicherung und Chance erlebbar zu machen, Differenzen
konstruktiv zu reflektieren und um Integration sowie wechselseitiges
Verständnis zu fördern.
"Als Brückenbauerinnen sind Frauen im interkulturellen Dialog
unverzichtbar. Der verstärkte Einfluss von Frauen ist nicht nur für
Frauen gut - es profitiert die Gesellschaft insgesamt. Deshalb wollen
wir das Thema Interkultureller Dialog aus dem Fenster der
Migrantinnen durch das Medium "Kunst" aufgreifen und sie als
kulturelle Produzentinnen im durchaus männerdominierten Kunstbereich
sichtbar machen", so Silhavy.
Rückfragehinweis:
Cornelia Zoppoth Kabinett der Bundesministerin für Frauen, Medien und Regionalpolitik Minoritenplatz 3 A-1014 Wien Tel.: (+43 1) 53115/2131 Fax: (+43 1) 53109/2131 E-Mail: [email protected]
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