OTS0286 / 19.09.2008 / 14:14 / Channel: Politik / Aussender: Automatenverband.at
Stichworte: Glücksspiele / Politik / Recht / Soziales / Sucht


"Kleines Glücksspiel" - Steirischer Landtag mangelhaft informiert =


   Wien (OTS) - Einmal mehr wurden den Landtagsabgeordneten von einem
Kollegen einer Kleinstpartei reißerische Schlussfolgerungen mit nicht
ausreichend durch Daten fundierten Zahlen, Halbwahrheiten und
unseriösen Annahmen präsentiert.
   Wenn  korrekten Zahlen und realistische Grundlagen auf den Tisch
gelegt werden, flüchtet sich der Klubobmann in Ausreden wie "Es gibt
halt viele illegal aufgestellte Automaten". Dabei vergisst er auf die
Tatsache, dass in der Steiermark speziell geschulte Beamte seit
Jahren das Betreiben illegaler Automaten durch viele hunderte genaue
Kontrollen verhindern.
   Sowohl die Gleichsetzung "Glücksspiel also Spielsucht" als auch
die simplifizierten Milchmädchenrechnungen über entgangene Einnahmen
sind unseriöse Halbwahrheiten.
   Eine Mischung aus Trugschlüssen, falschen Darstellungen,
Halbwahrheiten und Irreführungen scheint jedoch ein erfolgreiches
Mittel zu sein, sich auf Kosten der wenigen tragischen Fälle echter
Spielsucht, immer wieder kostenlose Publicity zu verschaffen.
   Dabei wird einfach ignoriert, dass für deutlich über 99 % der
Bevölkerung Glücksspiel gar kein Problem darstellt und es weitaus
größere und dramatischere Probleme, wie z. Bsp. Alkoholismus und
Kaufsucht von der Theraphiewirtschaft zu bewältigen gilt. Während die
Anzahl der Spielautomaten schon lange annähernd gleich bleibt, wird
mit hochgerechneten Zahlen angeblicher Spielsüchtiger, von manchen
neuerdings vorsichtshalber nur noch als "Betroffene" bezeichnet,
Katastrophenstimmung gemacht. Die Anzahl der Spielautomaten hat auch
etwas mit der Größe des Landes zu tun und die Höhe der Steuer ist
eine Frage der Konkurrenzfähigkeit gegenüber den Glücksspielanbietern
aus dem bequemen Internet und den vielen Casinos direkt an
Österreichs Grenzübergängen. Übersehen und gerne vergessen wird eben,
dass die Bürger längst problemlose Alternativen zum Glücksspielen im
Internet mittels anonymer Zahlungsmöglichkeiten haben oder einfach
schnell zu einer 24 Std.  geöffneten Spielhalle am nächsten
Grenzübergang fahren können. 
   Die Befürworter hoher Besteuerung, massiver Beschränkungen oder
eines Totalverbotes agieren als kostenlose Lobbyisten für
ausländische Internet - Glücksspielanbieter aus Steueroasen mit dem
Resultat : Geld in der Karibik statt im eigenem Land ! 
   Wer immer erzählt, dass man Glücksspiel im Internet erfolgreich
verbieten oder unterbinden könne, hat entweder keine Ahnung von der
Materie oder lügt uns an ! 
   Das "Kleine Glücksspiel" in seiner streng regulierten und
kontrollierten Form ist längst eine Garantie dafür, dass Steuern,
Abgaben und Arbeitsplätze im Land verbleiben und eine Vielzahl von
sozialen Maßnahmen dadurch überhaupt erst finanziert werden können.
Rückfragehinweis:
   Helmut Kafka, Pressesprecher, 01-920 33 33, office@automatenverband.at
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OTS0286    2008-09-19/14:14
191414 Sep 08
AUT0001 0367
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