• 19.09.2008, 09:37:56
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  • OTS0046 OTW0046

CSI: Massive Ausschreitungen gegen ChristInnen in Indien

Indische Botschaft verweigert Annahme der Petitionen von CSI Österreich

Wien (OTS) - Die Annahme einer Petitionsliste mit mehr als hundert
Unterschriften sowie ein Gesuch von Christian Solidarity
International (CSI) Österreich für den Schutz der ChristInnen in
Orissa hat die indische Botschaft abgelehnt. Am Montag, 15.
September, hatte die Botschaft drei Vertreter von CSI Österreich zu
einem Gespräch über die Ausschreitungen gegen ChristInnen in Orissa
empfangen. "Dabei haben sich unsere Erwartungen und Hoffnungen in
Bezug auf eine Unterstützung und Kooperation seitens der indischen
Botschaft nicht erfüllt", sagt Michael Link von CSI Österreich.
Ausländischer Einfluss in die inneren Angelegenheiten Indiens sei mit
dem Hinweis, dass Österreich im letzten UNO-Menschenrechtsbericht
negativ erwähnt wurde, zurückgewiesen worden, die Berichte über die
Gräueltaten in Orissa in westlichen Medien wären zudem stark
übertrieben.

Schon mehr als drei Wochen dauern die Ausschreitungen radikaler
Hindus gegen ChristInnen im indischen Bundesstaat Orissa an.
Mittlerweile haben sich die Übergriffe auch auf die Bundesstaaten
Karnataka, Kerala, Madhya Pradesh, Uttar Pradesh and Jharkhand
ausgeweitet.

Die Gewalttaten haben bereits mehr als hundert Tote und unzählige
Verletzte gefordert. "Innerhalb von nur drei Wochen hat es ein Mob
von mehreren tausend Hindus geschafft, mehr als 50.000 Christen zu
vertreiben. Tausende Häuser sind angezündet und hunderte Kirchen
zerstört worden", heißt es in einer Aussendung von CSI Österreich.
Berichten zufolge hätten die Aufrührer eine detaillierte Liste
christlicher Einrichtungen und zerstörten diese systematisch. CSI
berichtet auch, dass eine 20-jährige Mitarbeiterin eines Waisenhauses
vor den Augen der Waisenkinder verbrannt worden sei.

"Diese Zustände sind für eine große, weltoffene Demokratie wie Indien
nicht hinnehmbar", heißt es in der Petition von CSI Österreich, die
auf www.csi.or.at unterzeichnet werden kann.

Rückfragehinweis:
epdÖ
Tel.: (01) 712 54 61 DW 12
Dr. Thomas Dasek
mailto:[email protected]
http://www.evang.at

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