- 16.09.2008, 13:42:13
- /
- OTS0247 OTW0247
Friesl: "72 Stunden ohne Kompromiss" ist "Labor der Solidarität"
Sozialaktion vom 22. bis 25. Oktober trägt zur nachhaltigen Förderung sozialer Kompetenz bei Jugendlichen bei
Wien, 16.9.08 (KAP) Österreichs größte Jugend-Sozialaktion, die
Aktion "72 Stunden ohne Kompromiss", ist ein "Labor der Solidarität".
Dies betonte der Bereichsleiter der Industriellenvereinigung für
Gesellschaftspolitik (und frühere Präsident der Katholischen Aktion
Österreich), Christian Friesl, bei einem Pressegespräch in Wien zur
Vorstellung der heuer vom 22. bis 25. Oktober österreichweit von der
Katholischen Jugend (KJ) durchgeführten Aktion. In einer Zeit
zunehmender "Politikverdrossenheit" und angesichts des weit
verbreiteten Unwillens zu gesellschaftlichen Engagement sei das
Projekt eine "wichtige Stütze", um Jugendliche für
gesellschaftspolitische Fragen neu zu sensibilisieren, so Friesl.
Das Projekt stelle ein gutes "Experimentierfeld" für Jugendliche wie
für die beteiligten Unternehmen dar; sie könnten einander im Rahmen
der konkreten Einzelprojekte "als mögliche zukünftige Partner
kennenlernen". Sozialkompetenz und Leistungsbereitschaft sind laut
Friesl die beiden Pfeiler der zukünftigen Wirtschaft.
Weiters betonte Friesl den "Nachhaltigkeitsfaktor" der Aktion von
unternehmerischer Seite. So zeige das dauerhafte Engagement etwa von
"Microsoft" im Bereich der Obdachlosenhilfe oder die Entwicklung
einer barrierefreien Küche in Kooperation mit Behinderten, dass es
durchaus möglich sei, "abseits vom Aktionismus" das Schlagwort der
"Corporate Social Responsibility" (CSR) mit Leben zu füllen.
Interkulturalität und Gedenkarbeit
Peter Gebauer, Vorsitzender der Katholischen Jugend Österreich,
informierte im Rahmen des Pressegesprächs über den Stand der
Vorbereitungen der diesjährigen "72 Stunden ohne Kompromiss". Bislang
seien rund 350 Projekte österreichweit, aber auch grenzüberschreitend
in Ungarn, Südtirol und Tschechien angemeldet, die voraussichtlich
von rund 5.000 Jugendlichen in drei Tagen umgesetzt und bearbeitet
werden.
Erstmals wurde die Aktion im Jahr 2002 durchgeführt, es folgten
Neuauflagen in den Jahren 2004 und 2006. Optimistisch zeigte sich
Gebauer im Blick auf das Medienecho. Dies sei bereits bei der letzten
Aktion 2006 enorm gewesen. So hätten damals fast alle
österreichischen Radiosender, dazu rund 180 Printmedien über die
Aktion berichtet.
Besonderheiten der diesjährigen Aktion sind die stärkere
Regionalisierung der Projekte. So habe man etwa in der Gemeinde
Perchtoldsdorf einen Kooperationspartner gefunden, der die
Beteiligung aller Schulen an der Aktion koordiniert. Wichtig sei
außerdem eine noch stärkere Einbindung von Unternehmen in die Aktion.
Unter dem Schlagwort "corporate volunteering" sollen etwa Lehrlinge
zu der Aktion eigens freigestellt werden. Dies habe nicht nur den
Vorteil, kompetente Jugendliche zu gewinnen, sondern es stelle auch
einen enormen Imagegewinn für die beteiligten Firmen dar, so Gebauer.
Heuer sind "Interkulturalität" und "Gedenkarbeit" laut Gebauer zwei
Schwerpunkte, die in eigenen Projekten behandelt werden, wie etwa in
der Organisation eines interkulturellen Begegnungsfestes oder der
Restaurierung eines jüdischen Friedhofs.
Gebauer wies insbesondere auf die Website der Aktion, "www.72h.at",
hin. Dort sei eine Liste aller Projekte in den jeweiligen Regionen
Österreichs zu finden sowie eine Liste mit jenen Gegenständen, die
noch zur Durchführung von Projekten benötigt werden. In Linz, so
Gebauer, suche man etwa noch einen Sponsor für ein Modell des Linzer
Doms, das als Tast-Modell für Blinde erstellt werden soll. In der
Steiermark werde noch ein Minibagger benötigt, in Wien noch
Fertigrasen und ein Kran.
Marek: Ein Wettbewerbsvorteil
Wirtschafts- und Arbeitsstaatssekretärin Christine Marek betonte im
Rahmen des Pressegesprächs, dass es ein hohes Interesse der Politik
an der Aktion "72 Stunden ohne Kompromiss" gebe. Verantwortungsvolles
Wirtschaften werde längst nicht mehr stiefmütterlich behandelt,
sondern verschaffe Unternehmen mitunter einen veritablen
Wettbewerbsvorteil.
Industriellenvereinigung und Wirtschaftsministerium beteiligen sich
mit Spenden von jeweils 5.000 Euro an der Aktion.
O-Töne des Pressegesprächs sind unter www.katholisch.at/o-toene
abrufbar. (ende)
K200808248
nnnn
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT






