- 11.09.2008, 09:27:00
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FA-Reinold: Drogenhölle U-Bahn
Blut, Spritzen und Erbrochenes - die Bediensteten der Wiener Linien sind verzweifelt
Wien, 11.09.2008 (fpd) - Die Wiener U-Bahn wurde in den letzten
Jahren zum Drogenumschlagplatz Nr. 1. Sowohl bei Tag als auch in den
Nachtstunden wird ungeniert gedealt - von der Konsumation einmal ganz
zu schweigen. Offensichtlich dürfte sich in der Drogenszene schon
herumgesprochen haben, dass man seinen tödlichen Geschäften in den
U-Bahnzügen nahezu ungestört nachgehen kann, so der Vorsitzende der
FA (Freiheitliche Arbeitnehmer) bei den Wiener Linien und
Personalvertreter, Wolfgang Reinold zu den jüngst kolportierten
Meldungen.
Auf der Linie U4 pendeln die Rauschgifthändler - zumeist
Schwarzafrikaner - zwischen den Stationen Spittelau und Karlsplatz.
Benutzt werden ausschließlich der 3te und 4te Waggon bei den so
genannten Langzügen. Nach erfolgreicher, öffentlicher Abwicklung der
Geschäfte, trennen sich die Wege der Dealer und Süchtigen wieder. Die
Bediensteten sind am Rande der Verzweiflung - ein normaler
Betriebsablauf ist fast unmöglich geworden. Gerade in den
Abendstunden intensiviert sich das Problem noch mehr. Gebrauchte
Spritzen sowie Blutspuren und Erbrochenes sind in den Zügen und
Stationen mittlerweile eher zur Regel als zur Ausnahme geworden,
wettert Reinold, der weiters anmerkt, dass vor knapp einem Jahr die
Sicherheitsabteilung bei V 47 aufgelöst wurde. Diese hatte mit der
Polizei regelmäßige Kontrollen durchgeführt und zu einer sichtbaren
Verbesserung beigetragen.
Nachdem die Sicherheitsabteilung gestrichen wurde, haben einige
Bedienstete in Eigeninitiative und zur Sicherheit der Fahrgäste,
mittels Durchsagen auf die Zustände in den U-Bahnzügen aufmerksam
gemacht. Ziel dieser Durchsagen sei unter anderem auch,
Drogenabhängige und deren Lieferanten vom U-Bahn Bereich,
insbesondere aber den U-Bahnzügen fern zu halten. Nicht zu letzt um
den U-Bahn Betrieb und das Image der Wiener Linien nicht weiter durch
derartige Vorkommnisse zu beeinträchtigen. Aber die Unterstützung der
Mitarbeiter ist bei den Wiener Linien offenbar nicht erwünscht - sie
reagieren mit einer Verwarnung die die Auflösung des
Dienstverhältnisses im Wiederholungsfall beinhaltet.
Sämtliche Anträge der Freiheitlichen Arbeitnehmer, die zur
Verbesserung hätten beitragen sollen, wurden abgeschmettert. Nun
müssen die Wiener Linien schleunigst einen speziell ausgebildeten
Sicherheitsdienst zur Bekämpfung der Drogenhölle in den U-Bahnzügen
einrichten - eine eigene U-Bahnpolizei, wie sie die FPÖ in Wien schon
seit Jahren fordert, ist ein richtiger und wichtiger Schritt. Es ist
bereits 5 nach 12! Die Sicherheit der Fahrgäste sowie der
Bediensteten muss wieder gewährleistet werden, so Reinold
abschließend. (Schluss)paw
Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798
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