- 10.09.2008, 13:25:42
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Ackerl: Kinderfreunde fordern rasche Maßnahmen in Familienpolitik
"Familienbeihilfe muss der Entwicklung der Inflation angepasst werden"
Wien (SK) - "Seit vielen Jahren stellen wir unsere Forderungen und
versuchen diese auch öffentlich dingfest zu machen", erklärte der
Bundesvorsitzende der Kinderfreunde Josef Ackerl bei einer
Pressekonferenz am Mittwoch zu der auch Elternteilen aufs Podium
geladen waren. Ackerl forderte die Einführung eines
Gratiskindergartens, eines verpflichtenden letzten Kindergartenjahrs,
die verstärkte Einführung der gemeinsamen Mittelschule der sechs- bis
15-Jährigen und ein einkommensabhängiges Kindergeld mit
größtmöglichem individuellem Gestaltungsspielraum für Eltern. "Wir
fordern, dass auf unsere Vorschläge ernsthaft eingegangen wird und
dass diese noch vor den Wahlen im Nationalrat eingebracht werden."
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Die Kinderfreunde plädieren für die Einführung eines
Vaterschutzmonats, das eine bezahlte Freistellung des Vaters bei der
Geburt möglich machen soll. Auch das Papamonat soll umgesetzt werden,
denn beinahe die Hälfte der Väter wünschen sich eine aktive
Väterrolle. Eine Vorbildfunktion könne hier Schweden einnehmen, so
Ackerl. Als positive Entwicklung sieht er die neuen flexibilisierten
Formen des Karenzbezuges an, "denn die Lebenssituation der
Elternteile muss berücksichtigt werden."
Die Forderung nach einem "beitragsfreien Kindergarten" ist
zentral. Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen sollen
besser entlohnt werden und auch verstärkte Möglichkeiten auf
Zusatzausbildungen haben, "denn der Kindergarten stellt einen
wichtigen Anfangsbaustein in der Bildungszeit der Kinder dar."
"Die neue Mittelschule findet immer breiteren Konsens",
unterstrich Ackerl. "Programmiertes Scheitern kann durch diese
verhindert werden, denn es handelt sich hier um Schulen die Kinder
nicht vernichten, sondern sie fördern und zu selbstbestimmten
Menschen erziehen."
Eine weitere bedeutende Forderung ist die Erhöhung der
Familienbeihilfe, "denn diese ist seit 1990 nur um rund 11 Prozent
gestiegen. Es soll verstärkt Direktzuschüsse geben, da diese für
Schwächere mehr Sinn machen."
"Ein eindeutiger Schwenk ist bei der ÖVP bezüglich der
Familienpolitik zu beobachten", so der Bundesvorsitzende der
Kinderfreunde. So stimme diese nun dem Vorschlag zu, das Kindergeld
in eine einkommensabhängige Variante umzuwandeln und wirbt für eine
Erhöhung der Familienbeihilfe. Dieser Wandel "macht die Zerrissenheit
der ÖVP deutlich, doch es handelt sich um eindeutige Versprechen, von
denen sich auch die ÖVP nicht wieder entfernen wird können." Sowohl
vor als auch nach den Wahlen solle intensiv an Maßnahmen zur
Familienförderung gearbeitet werden, denn "es darf keine Wartezeiten
mehr geben, weil die Familien haben schon lange genug gewartet",
schloss Ackerl.(Schluss)ue
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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