• 08.09.2008, 09:24:22
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ErstwählerInnenstudie des Instituts für Jugendkulturforschung zeigt österreichische Politik in tiefer Glaubwürdigkeitskrise

7 von 10 Jugendlichen sehen die österreichische Politik in einer Glaubwürdigkeitskrise - 28% sind derzeit noch unentschlossen, die Mehrheit will bei Nationalratswahl wählen

Wien (OTS) - Rund 70 Prozent der 16- bis 19-jährigen
ÖsterreicherInnen, die bei den kommenden Nationalratswahlen zum
ersten Mal zur Wahl gehen dürfen, meinen, dass die Politik heute
weniger glaubwürdig ist als früher. Das ergibt eine Anfang September
2008 durchgeführte österreichweite Repräsentativ-Umfrage des
Instituts für Jugendkulturforschung. Aber auch, wenn die
Glaubwürdigkeit der Politik gering ist, von der Wahl abgehalten wird
die große Mehrheit der Jugendlichen dadurch nicht: lediglich 5%
beabsichtigen, fix nicht zur Wahl zu gehen.

Zuwanderung und Bildung sind die wichtigsten Themen

Die wichtigsten Themen, anhand derer die österreichischen
ErstwählerInnen ihre Wahl treffen werden, sind das Migrations- und
Asylthema, Bildung/Ausbildung und die Studiengebühren, gefolgt von
Teuerung/Inflation. Die Themenprioritäten der Jugendlichen wurden
offen abgefragt.

Imageprofile der PolitikerInnen

Was das PolitikerInnen-Image betrifft, weist die aktuelle
ErstwählerInnen-Studie des Instituts für Jugendkulturforschung auf
deutliche Unterschiede zwischen den SpitzenkandidatInnen hin. Der
Spitzenkandidat der SPÖ Werner Faymann kommt in der Bewertung der
Jugendlichen am besten weg. Obwohl er mit 75% eine relativ geringe
Bekanntheit aufweist, verfügt er über das homogenste Imageprofil: Er
erzielt in den drei wichtigen Bereichen "Glaubwürdigkeit", "Sympathie
und "Durchsetzungsfähigkeit" durchgängig gute Werte. Alle anderen
KandidatInnen weisen in mindestens einem Bereich ein starkes Defizit
aus. Wilhelm Molterer kämpft mit einem Sympathiedefizit: Nur 23%
halten ihn für sympathisch. Im Vergleich dazu sind es bei Faymann
fast 50% Prozent. Aber auch Heinz-Christian Strache hat ein
Sympathieproblem. Sein großer Vorteil ist jedoch, dass ihm
überdurchschnittlich hohe Durchsetzungsfähigkeit attestiert wird.
Eine Eigenschaft, die dem Grünen Spitzenmann Alexander Van der Bellen
scheinbar völlig fehlt: Van der Bellen hat Top-Sympathiewerte, seine
Durchsetzungsfähigkeit wird von den ErstwählerInnen allerdings
deutlich schlechter eingeschätzt als die der anderen
SpitzenkandidatInnen.

Faymann der kompletteste Kandidat

Dazu der Studienleiter Mag. Bernhard Heinzlmaier: "Faymann ist der
kompletteste Kandidat. Er ist in allen Bereichen gut positioniert.
Hingegen erscheinen das Sympathiedefizit von Molterer und die
schlechten Durchsetzungswerte von Van der Bellen besorgniserregend.
Molterer ist der Macher, den man aber nicht wirklich mag, und Van der
Bellen der sympathische, fürsorgliche Professor, dem man nicht
zutraut, dass er wirklich etwas bewegen kann."

Schlüsselergebnisse der top-aktuellen Studie werden am 15.9.08 in
den Räumlichkeiten des österreichischen Instituts für
Jugendkulturforschung präsentiert. Die gesamte Studie ist für einen
Kostenbeitrag von Euro 490,-- zu beziehen. Anmeldung für die
Teilnahme an der Präsentation unter: [email protected]
oder 01/532 67 95. Um Voranmeldung wird gebeten.

Studieninfo: repräsentative Telefonumfrage unter 300 Jugendlichen
im Alter von 16 bis 19 Jahren; Quotenstichprobe - quotiert nach
Alter, Geschlecht, Bildung und Bundesland; Befragungszeitraum:
26.8.2008 bis 3.9.2008

Rückfragehinweis:
Institut für Jugendkulturforschung
Alserbachstr. 18/7.OG, 1090 Wien
Tel.: +43/1/532 67 95 Fax: DW 20, [email protected]

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