OTS0172 / 28.08.2008 / 11:51 / Channel: Wirtschaft / Aussender: Superfund Asset Management GmbH
Stichworte: Börse / EU / Finanzen / Unternehmen / Wettbewerb


Europäisches Forum Alpbach: Experten fordern vernünftige Regulierung von Alternativen Investments

Utl.: Kleinanleger sollen von neuen Anlageklassen profitieren =


   Wien (OTS) - "Die Zeit ist reif für eine seriöse Regulierung von
alternativen Investments", erklärte Superfund-Eigentümer Christian
Baha am 27. August bei einer Diskussion europäischer Top-Experten im
Rahmen des Europäischen Forums Alpbach. "Alternative Investments wie
Managed Futures tragen wesentlich zur Risikodiversifikation von
Portfolios bei. Deshalb sollten auch österreichische und europäische
Kleinanleger endlich davon profitieren", so Baha weiter.
   Jean-Pierre Casey vom renommierten Brüsseler Think Tank "Centre of
European Studies (CEPS)" und Finanzexperte bei Barclays hat sich klar
für eine europäisches Initiative ausgesprochen: "Die akademische
Forschung zeigt eindeutig, dass alternative Investments mehr als
andere Investmentformen in der Lage sind, mit Marktschwankungen
umzugehen. Der Zugang zu Anlageklassen wie Managed Futures für
Kleinanleger sind ein Muss!"
   "Die letzten beißen die Hunde!", ergänzte der Europaabgeordnete
Othmar Karas (EVP-ED) pointiert. Dies könne in naher Zukunft auf
Österreich und ganz Europa zutreffen, sofern nicht bald eine
vernünftige Lösung gefunden werde. Einzelne Länder haben bereits
einen modernen Gesetzesrahmen oder arbeiten gegenwärtig daran.
Positivbeispiele wie Luxemburg oder Großbritannien zeigen, wie eine
aufstrebende Investmentfondslandschaft dem Land auch real nützen
kann: "Zusätzliche Arbeitsplätze, mehr Steuereinnahmen und ein
Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Ländern wären die positive
Folge, wenn Österreich bzw. Europa sich für eine Regulierung von
alternativen Investments ausspricht", zeigte sich Dr. Christoph
Wiesmayr von der Vereinigung ausländischer Investmentgesellschaften
in Österreich (VAIÖ) überzeugt. 
   Die Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft
diskutierten auch darüber, in welcher Form alternative Investments
reguliert werden könnten. Dr. Mathias Bauer, Vorsitzender der
Geschäftsführung von Raiffeisen Capital Management (RCM) und
Präsident der European Fund and Asset Management Association (EFAMA)
trat dafür ein, dass Fonds für Kleinanleger vor allem über die
Beratung reguliert werden sollten: "Nicht die Produkte müssen
reguliert werden, sondern die Produzenten." Andernfalls würde man die
dringend benötige Flexibilität verlieren. 
   Abg. zum Nationalrat, Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ) machte sich für
ein Gesetz zur Regulierung alternativer Investments stark:
"Finanzmärkte wachsen zusammen, es gibt keine Abschottung mehr.
Deshalb brauchen wir adäquate Richtlinien, um die
Finanzmarktstabilität zu sichern."  Christian Baha ging sogar noch
einen Schritt weiter. Nicht nur der Zugang zu alternativen
Investments sollte für Kleinanleger reguliert werden: "Klassische
Anlageformen wie Aktien sollten ebenfalls geregelt werden. Nur so
kann man verhindern, dass Anleger ihr Geld zu 100 Prozent in eine
Klasse stecken - und möglicherweise alles verlieren.", meinte Baha
abschließend.
Rückfragehinweis:
   Pleon Publico
   Public Relations & Lobbying GmbH
   Mag. Ortrun Gauper
   Tel.: +43 1 717 86 151
   Email: ortrun.gauper@pleon-publico.at 
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