Wien (OTS) - Eine neue Förderschiene zur Entwicklung und Erschließung der Künste wurde heute von Wissenschaftsminister Johannes Hahn, dem Rektor der Universität für angewandte Kunst in Wien Gerald Bast und dem Präsidenten des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) Christoph Kratky vorgestellt. Das Programm richtet sich an Personen die künstlerisch respektive künstlerisch-wissenschaftlich in universitären und außeruniversitären Einrichtungen tätig sind und künstlerische Grundlagenforschung betreiben. "Mit dieser Förderung wollen wir Künstler/innen ermöglichen, ihre Tätigkeit auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen", eröffnet Hahn die Präsentation.
Erstmals wird im Herbst 2008 im FWF im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung (BMWF) das künstlerische Forschungsprogramm Entwicklung und Erschließung der Künste gestartet. Die erste Ausschreibung dieses international einzigartigen Programms wird im Frühjahr 2009 erfolgen. Die Förderempfehlungen werden auf der Grundlage von Fachgutachten von einem einzurichtenden Fachbeirat an das Wissenschaftsministerium abgegeben. Ende des Jahres können somit erste künstlerische Forschungsprojekte vergeben werden. Die Ausschreibungen sollen einmal jährlich erfolgen.
Auf Anregung von Wissenschaftsminister Hahn wurden die Grundlagen für das Programm von den sechs österreichischen Universitäten künstlerischer Richtung in Kooperation mit dem FWF im letzten halben Jahr erarbeitet. Damit soll einerseits in die Nachwuchsförderung intensiviert werden, aber auch für Künstler/innen, die bereits in ihrem jeweiligen Feld etabliert sind, ein neues Arbeitsfeld eröffnet werden. Das Programm Entwicklung und Erschließung der Künste setzt auf Internationalisierung und Vernetzung verschiedener künstlerischer und künstlerisch-wissenschaftlicher Bereiche und bietet ein allgemein einsetzbares, flexibles Instrument für eine substantielle, strukturierte Förderung der Entwicklung und Erschließung der Künste im universitären und auch im außeruniversitären Bereich. Die Projekte müssen zeitlich begrenzt sein, auf die maximale Dauer von drei Jahren.
In disziplinenübergreifende Arbeiten sollen künstlerische Grundlagenforschung und künstlerische Wissensproduktion über spezifische Produktionsweisen und Techniken erhalten, gestärkt und entwickelt werden. Dies alles soll zu einer Verbesserung und Erhöhung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen künstlerischen Grundlagenforschung sowie zu einer zukunftsorientierten Stärkung des Kunst- und Kulturstandortes Österreich führen.
"Das Programm Entwicklung und Erschließung der Künste ist ein Meileneinstein für die künstlerische Forschung in Österreich. Erstmals wird es dadurch möglich, dass hochqualifizierte junge Künstlerinnen und Künstler Zeit und Geld haben ihre Ideen umzusetzen, ihre Projekte zu entwickeln.", so Rektor Bast abschließend.
Rückfragehinweis:
~ Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Mag. Doris OSTERMANN, Tel.: +43/1/53120-9006 Universität für angewandte Kunst Wien Mag. Anja SEIPENBUSCH-HUFSCHMIED, Tel.: +43/1/71133-2160 FWF Mag. Stefan BERNHARDT, MBA, Tel.: +43/1/5056740-8111 ~
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OTS0168 2008-08-28/11:45
281145 Aug 08
MWF0001 0398
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02.02.2010 / 11:30:44 / BM für Wissenschaft und Forschung
29.01.2010 / 13:54:52 / FWF - Der Wissenschaftsfonds
29.01.2010 / 13:04:31 / ÖVP Parlamentsklub