OTS0168 / 28.08.2008 / 11:45 / Channel: Politik / Aussender: BM für Wissenschaft und Forschung
Stichworte: Bast / Forschung / Hahn / Kratky / Kunst / Universitäten


Neues Förderprogramm zur Entwicklung und Erschließung der Künste

Utl.: Mehr know-how soll den Kunst- und Kulturstandort Österreich stärken =


   Wien (OTS) - Eine neue Förderschiene zur Entwicklung und
Erschließung der Künste wurde heute von Wissenschaftsminister
Johannes Hahn, dem Rektor der Universität für angewandte Kunst in
Wien Gerald Bast und dem Präsidenten des Fonds zur Förderung der
wissenschaftlichen Forschung (FWF) Christoph Kratky vorgestellt. Das
Programm richtet sich an Personen die künstlerisch respektive
künstlerisch-wissenschaftlich in universitären und außeruniversitären
Einrichtungen tätig sind und künstlerische Grundlagenforschung
betreiben. "Mit dieser Förderung wollen wir Künstler/innen
ermöglichen, ihre Tätigkeit auf eine wissenschaftliche Basis zu
stellen", eröffnet Hahn die Präsentation. 
Erstmals wird im Herbst 2008 im FWF im Auftrag des Bundesministeriums
für Wissenschaft und Forschung (BMWF) das künstlerische
Forschungsprogramm Entwicklung und Erschließung der Künste gestartet.
Die erste Ausschreibung dieses international einzigartigen Programms
wird im Frühjahr 2009 erfolgen. Die Förderempfehlungen werden auf der
Grundlage von Fachgutachten von einem einzurichtenden Fachbeirat an
das Wissenschaftsministerium abgegeben. Ende des Jahres können somit
erste künstlerische Forschungsprojekte vergeben werden. Die
Ausschreibungen sollen einmal jährlich erfolgen. 
Auf Anregung von Wissenschaftsminister Hahn wurden die Grundlagen für
das Programm von den sechs österreichischen Universitäten
künstlerischer Richtung in Kooperation mit dem FWF im letzten halben
Jahr erarbeitet. Damit soll einerseits in die Nachwuchsförderung
intensiviert werden, aber auch für Künstler/innen, die bereits in
ihrem jeweiligen Feld etabliert sind, ein neues Arbeitsfeld eröffnet
werden. Das Programm Entwicklung und Erschließung der Künste setzt
auf Internationalisierung und Vernetzung verschiedener künstlerischer
und künstlerisch-wissenschaftlicher Bereiche und bietet ein allgemein
einsetzbares, flexibles Instrument für eine substantielle,
strukturierte Förderung der Entwicklung und Erschließung der Künste
im universitären und auch im außeruniversitären Bereich. Die Projekte
müssen zeitlich begrenzt sein, auf die maximale Dauer von drei
Jahren.
In disziplinenübergreifende Arbeiten sollen künstlerische
Grundlagenforschung und künstlerische Wissensproduktion über
spezifische Produktionsweisen und Techniken erhalten, gestärkt und
entwickelt werden. Dies alles soll zu einer Verbesserung und Erhöhung
der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen
künstlerischen Grundlagenforschung sowie zu einer
zukunftsorientierten Stärkung des Kunst- und Kulturstandortes
Österreich führen.
"Das Programm Entwicklung und Erschließung der Künste ist ein
Meileneinstein für die künstlerische Forschung in Österreich.
Erstmals wird es dadurch möglich, dass hochqualifizierte junge
Künstlerinnen und Künstler Zeit und Geld haben ihre Ideen umzusetzen,
ihre Projekte zu entwickeln.", so Rektor Bast abschließend.
Rückfragehinweis:
~
   Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
   Mag. Doris OSTERMANN, Tel.: +43/1/53120-9006
   
   Universität für angewandte Kunst Wien
   Mag. Anja SEIPENBUSCH-HUFSCHMIED, Tel.: +43/1/71133-2160
   
   FWF
   Mag. Stefan BERNHARDT, MBA, Tel.: +43/1/5056740-8111
~
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