- 28.08.2008, 09:58:37
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Forschung für Patienten
Wien (OTS) - Die AUVA steht für Forschungserfolge und
-perspektiven in der Behandlung und Rehabilitation von Unfallopfern.
Dr. Johannes Hahn, Bundesminister für Wissenschaft und Forschung,
machte sich bei seinem Besuch im Forschungszentrum für Traumatologie
der AUVA selbst ein Bild von dem respektablen Forschungskonzept.
Zur Optimierung ihrer vier Kernaufgaben - der Prävention, der
Unfallheilbehandlung, der Rehabilitation und der Rentenleistung - ist
die Forschung ein wesentliches Anliegen der AUVA. "Die konsequente
und intensive Forschung trägt dazu bei, die Qualität der
Unfallbehandlung zu heben und dadurch die Patientinnen und Patienten
schneller gesund zu machen und ins Erwerbsleben rückzuführen. Das
spart wiederum Behandlungs- und Rentenkosten", hebt der Obmann der
AUVA, Dr. Hans Jörg Schelling, hervor. Darauf basierend, ist die
Forschungstätigkeit der AUVA primär auf die Bedürfnisse der
Patientinnen und Patienten ausgerichtet. Die Ergebnisse sollen ihnen
möglichst rasch und unmittelbar zugute kommen und die Qualität der
Behandlung laufend verbessern. Bundesminister Hahn zeigte sich vom
Forschungskonzept und von den Tätigkeiten des Forschungsinstituts
tief beeindruckt: "Es ist bemerkenswert zu sehen, dass nicht nur die
Versorgung der Patienten, sondern auch die Forschung auf höchstem
Niveau stattfindet."
Experimentelle und klinische Forschung unter einem Dach
Die intensive Forschungstätigkeit findet sowohl vor Ort in den
Unfallkrankenhäusern und Rehabilitationszentren der AUVA als auch in
eigenen Instituten statt. Die AUVA erfüllt damit ihren gesetzlichen
Auftrag des ASVG zur "Forschung nach den wirksamsten Methoden und
Mitteln zur Erfüllung dieser Aufgaben" (§ 172). Sie kooperiert dabei
nicht nur mit österreichischen und internationalen
Universitätskliniken und Forschungsinstituten, sondern betreibt auch
seit vielen Jahren ein eigenes Forschungszentrum für Traumatologie in
Wien, das sowohl das Forschungsinstitut für Traumatologie der AUVA
als auch das Ludwig-Boltzmann-Institut für Experimentelle und
Klinische Traumatologie umfasst.
Das Einzigartige des Forschungszentrums für Traumatologie der AUVA
ist seine sogenannte Translationalität. Das heißt, dass - anders als
in der üblichen Forschung - Experiment und Anwendung in engem
Zusammenhang stehen. "Durch die einzigartige Verbindung von
experimenteller Forschung und klinischer Anwendung verfügen die
Forschungsinstitute der AUVA über weltweite Kontakte zum Austausch
von Forschungsergebnissen", erläutert Prof. Dr. Hartmut Pelinka,
Ärztlicher Direktor der AUVA. Der internationalen und besonders der
intensiven EU-Vernetzung zollte auch Bundesminister Hahn seine
Anerkennung: "Die Interdisziplinarität und der Erfahrungsaustausch
ist vor allem in der Forschung sehr wichtig. Das Funktionieren des
EU-weiten Netzwerkes und auch die Verwirklichung des translationalen
Prinzips finde ich beispielgebend."
Neben dem Forschungszentrum finanziert die AUVA zusätzlich das
Ludwig-Boltzmann-Institut für Osteologie. Auch das Forschungsinstitut
für Orthopädietechnik (FIOT) wird von der AUVA mitgetragen. Darüber
hinaus ist die AUVA ein Gründungsmitglied des
Ludwig-Boltzmanns-Instituts für Health Technology Assessment (HTA).
Innovationen für den Patienten
Die großen Fortschritte in der Ersten Hilfe und in der
Notfallmedizin sowie in der Behandlung und Rehabilitation von
Unfallopfern beruhen auf konsequenter wissenschaftlicher Forschung.
Die Wiedererlangung des Tastsinnes durch ein sensorisches
Reeducation-Rehabilitationsverfahren, die Erforschung spezieller
Marker zur Überwachung von Schädel-Hirn-Traumata, Projekte zum Thema
Knorpelregeneration oder Sehnen- und Brandersatzverfahren sind nur
einige wenige Beispiele der patientenbezogenen Forschung der AUVA.
"Ein Jubiläum feiert in diesem Jahr der Fibrinkleber, ein
spezieller, von unserem Institut entwickelter Klebstoff, der vor 30
Jahren erstmals eingesetzt wurde und die effektive Behandlung von
Wunden und Blutgerinnseln möglich macht", so Univ.-Prof. Dr. Heinz
Redl, Leiter des AUVA Forschungsinstituts für Traumatologie. Von der
Österreicherin Helene Matras 1972 erfunden, handelt es sich bei
Fibrin um einen Klebstoff der plasmatischen Blutgerinnung, der nach
Auftragen polymerisiert und ein Netz bildet, das Blutgerinnsel und
Wunden verschließt. 1978 wurde der Klebstoff zum ersten Mal
eingesetzt und seitdem laufend weiterentwickelt und in Wien für die
ganze Welt produziert.
Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,5 Millionen
Versicherte
Bei der AUVA sind rund 4,5 Mio. Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,3 Mio. Arbeiter,
1,5 Mio. Angestellte, 380.000 Selbstständige sowie 1,3 Mio. Schüler
und Studenten. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale
Unfallversicherung überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber.
Diese zahlen 1,4 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes
Dienstnehmers (bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 3.930,00 Euro) als
Unfallversicherungsbeitrag ein.
Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich damit
das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt. Prävention -
also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von
Berufskrankheiten - senkt die Kosten für die Heilbehandlung, die
Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am
wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als "Verwalter" von
Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf beschränkt, "nur" die
Haftung der Arbeitgeber im Falle von Arbeitsunfällen oder
Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es immer als ihre
vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle zu
verhüten: etwa durch intensive Aufklärung über Gefahren am
Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber und
Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung von
besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden 2007
rund 60 Mio. Euro investiert.
Rückfragehinweis:
AUVA - Sicherheitsmarketing und Presse Dr. Wilfried Friedl Adalbert-Stifter-Straße 65, 1200 Wien Tel.: +43 1 33 111-530 E-Mail: [email protected] Web: www.auva.at
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