• 25.08.2008, 16:15:16
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Mehr Bewegungserziehung an den Schulen!

Mit Bezug auf die jüngste Kritik des Rechnungshofes fordert AUVA Obmann Schelling mehr Bewegung und Sport an den Schulen.

Wien (OTS) - Wie der Rechnungshof in seinem jüngsten Bericht
mitteilt, ist die körperliche Fitness von Hauptschülern und
Gymnasiasten der Unterstufe "unbefriedigend, Besorgnis erregend, sehr
bestürzend sowie geradezu schockierend". Insbesondere die motorische
Entwicklung der Mädchen sei "geradezu alarmierend". Dass es in fast
allen Bundesländern zu Stundenkürzungen für Bewegung und Sport von
bis zu 5 Prozent gekommen sei, stehe im Widerspruch zu den
Empfehlungen der Europäischen Kommission und nationalen Studien.

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) als
Unfallversicherung aller Schülerinnen und Schüler nimmt diese Kritik
zum Anlass, auf die hohe gesundheitliche und wirtschaftliche
Bedeutung von Bewegung und Sport hinzuweisen. AUVA Obmann Dr. Hans
Jörg Schelling: "Nicht nur, dass Wirbelsäulenschäden zunehmend hohe
Krankheitskosten verursachen, ist mangelnde Bewegungssicherheit und
Balance eine Hauptursache für Unfälle - auch im späteren
Erwerbsleben."

Bei der AUVA sind rund 1,33 Millionen Schülerinnen und Schüler
beitragsfrei unfallversichert. 2007 erlitten 53.466 von ihnen einen
Arbeitsunfall. Die AUVA wendete für ihre Behandlung, Rehabilitation
und finanzielle Entschädigung einen Betrag in der Höhe von 6,8
Millionen Euro auf. Am meisten unfallgefährdet sind übrigens die
Hauptschüler und die Schüler der AHS-Unterstufe. Obwohl auf diese
Altersgruppe nur 34 Prozent aller Schüler entfallen, erleidet sie 59
Prozent aller Schülerunfälle. "Gerade in der Pubertät und in der
Wachstumsphase ist es besonders wichtig, etwas für die
Bewegungskoordination zu tun", meint Schelling.

Schelling erinnert in diesem Zusammenhang an Juvenals Wunsch vom
gesunden Geist in einem gesunden Körper und verweist auf die laufende
AUVA Kampagne "Baba und fall net!" gegen Sturzunfälle. "Die Kampagne
richtet sich auch an Schulen. Wir haben eine Reihe von
Präventionsprogrammen im Angebot, vom 'Snowboard Event' bis zur
'Judo-Fallschule'. Und wir wissen aus wissenschaftlichen Studien,
dass sich Bewegungssicherheit in jedem Alter trainieren lässt.
Vorausgesetzt, man hat in der Jugend einen entsprechenden
Bewegungsschatz erworben."

Ein Drittel aller Unfälle sind Sturzunfälle. Kreuzschmerzen sind
die Volkskrankheit Nummer eins. Sie verursachen immense
Gesundheitskosten und betriebliche Fehlzeiten, die die Wirtschaft
massiv belasten. Darum unterstützt AUVA Obmann Schelling vehement die
Empfehlungen des Rechnungshofes: "Erstens darf der Turnunterricht so
wenig wie möglich entfallen. Zweitens brauchen die Lehrkräfte eine
spezielle Ausbildung, die entsprechend attraktiv sein muss. Und
drittens muss dabei die Vorbeugung von Sturzunfällen und von
Wirbelsäulenschäden im Vordergrund stehen."

Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,5 Millionen
Versicherte

Bei der AUVA sind rund 4,5 Mio. Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,3 Mio. Arbeiter,
1,5 Mio. Angestellte, 380.000 Selbstständige sowie 1,3 Mio. Schüler
und Studenten. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale
Unfallversicherung überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber.
Diese zahlen 1,4 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes
Dienstnehmers (bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 3.930,00 Euro) als
Unfallversicherungsbeitrag ein.

Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich
damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt. Prävention
- also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von
Berufskrankheiten - senkt die Kosten für die Heilbehandlung, die
Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am
wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als "Verwalter" von
Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf beschränkt, "nur" die
Haftung der Arbeitgeber im Falle von Arbeitsunfällen oder
Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es immer als ihre
vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle zu
verhüten: etwa durch intensive Aufklärung über Gefahren am
Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber und
Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung von
besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden 2007
rund 60 Mio. Euro investiert.

Rückfragehinweis:

AUVA - Sicherheitsmarketing und Presse
   Dr. Wilfried Friedl
   Adalbert-Stifter-Straße 65, 1200 Wien      
   Tel.: +43 1 33 111-530
   E-Mail: [email protected]
   Web: www.auva.at

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