- 03.08.2008, 11:55:03
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Kukacka: Innovation „Österreich-Ticket“ bis Sommerfahrplan 2009 realisieren
1,5 Milliarden Euro für Öffentlichen Verkehr müssen besser genützt werden
Wien, 03. August 2008 (ÖVP-PK) Mit seinem Vorschlag zur
Einführung eines österreichweiten, für alle öffentlichen
Verkehrsmittel gültigen „Österreich-Tickets“ habe Vizekanzler
Molterer einen äußerst innovativen Vorschlag gemacht, der
angesichts der hohen Treibstoffpreise gerade zur rechten Zeit
komme. Damit habe er der seit eineinhalb Jahre dahin tümpelnden
Expertendiskussion im Verkehrsministerium einen neunen Konkreten
Anstoß gegeben, erklärte heute ÖVP-Verkehrs- und
Infrastruktursprecher Abg. z. NR Mag. Helmut Kukacka. ****
Mit der zusätzlichen staatlichen Förderung von rund 100
Millionen Euro könne damit ein Jahresticket um 1.450 Euro erworben
und ein massiver Anschub für die Nutzung der öffentlichen
Verkehrsmittel und zur Verlagerung vom Auto auf den öffentlichen
Verkehr ausgelöst werden. Damit werde auch ein Bekenntnis zum
umfassenden Umweltschutz und ein Beitrag zum Kampf gegen den
Anstieg der Treibstoffpreise geleistet. Das „Österreich-Ticket“
sollte bis spätestens Sommerfahrplan 2009 im Verkehr sein, forderte
Kukacka.
Er verwies aber darauf, dass es zusätzlich massiver
Anstrengungen der öffentlichen Verkehrsunternehmen und vor allem
auch der ÖBB bedürfe, um ihre Akzeptanz bei den Fahrgästen zu
steigern. Es müsse deshalb auch die Effizienz des
Leistungsangebotes erhöht und der konkrete Nutzen für den Fahrgast
verbessert werden. „Nur eine umfassende Qualitätsoffensive durch
ein moderneres Bus- und Wagenmaterial und verbesserte Taktverkehre,
besonders für die vielen Berufspendler, könne langfristig den
öffentlichen Verkehr attraktiver machen“, stellte Kukacka fest.
Gleichzeitig muss auch eine verkehrspolitische Strategie
entwickelt werden, die das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr
fördere. Zur Realisierung dieser ÖV-Strategie soll nach Meinung der
ÖVP eine bundesweite „Nahverkehrsgesellschaft“ geschaffen werden,
in der die ÖBB und alle Länder und Verkehrsverbünde eingebunden
werden sollen.
Wärend die Koordination und Realisierung eines österreichweiten
Taktfahrplanes und die Erarbeitung eines abgestimmten Qualitäts-
und Ausbauplanes für den öffentlichen Nahverkehr in allen Regionen
Österreichs.
Kukacka verwies darauf, dass schon derzeit Bund und Länder für
das derzeitige öffentliche Nahverkehrsangebot der ÖBB und aller
anderen privaten und öffentlichen Nahverkehrsunternehmen über 1,5
Milliarden Euro jährlich ausgeben, das sind rund 275 Euro pro
Steuerzahler, gleichgültig ob dieser je ein öffentliches
Verkehrsmittel benützt oder nicht. Davon entfallen 489 Mio. Euro
auf die so genannten gemeinwirtschaftlichen Leistungen für die
Schienenbahnen (Tarifstützung), 335 Mio. Euro auf die Schüler- und
Lehrlingsfreifahrt und 60,8 Mio. Euro auf die Verkehrsverbünde.
Weitere 200 Mio. Euro werden den Ländern vom Bund zusätzlich im
Zuge des Finanzausgleiches für den öffentlichen Verkehr zur
Verfügung gestellt.
In diesem Zusammenhang müsse man darauf hinweisen, dass allein
der ÖBB-Personenverkehr seine Einnahmen zur Hälfte aus dem Ticket
(Fahrschein)-Verkauf (rund 540 Mio. Euro Einnahmen), zu rund 500
Mio. Euro aus den gemeinwirtschaftlichen Zahlungen des Bundes
(Ermäßigung von Monats- und Wochenkarten Für Pendler, Zeitkarten,
etc.) und zu rund 70 Mio. Euro von den Ländern für
Verkehrsdienstbestellungen erzielt. Er wird also zu 50 % von
öffentlichen Zahlungen finanziert, stellte Kukacka fest.
Der Steuerzahler und Fahrgast kann also erwarten, dass bei
diesen hohen öffentlichen Zahlungen auch die Effizienz der
Leistungsangebote erhöht und alle Rationalisierungspotentiale bei
den ÖV-Verkehrsunternehmen ausgeschöpft und ständig an der
Verbesserung der Qualität und Attraktivität für den Fahrgast
gearbeitet wird, schloss Kukacka.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at
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