• 25.06.2008, 12:26:56
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Österreichs Preise galoppieren sogar Eurozone davon

Frais: "Österreich ist Hochpreiszone bei hoher Inflation und sinkenden Reallöhnen"

Linz (OTS) - Was die Menschen in Österreich täglich spüren, ist
nun auch statistisch erwiesen: Österreichs Lebensmittelpreise liegen
nicht nur deutlich über dem Durchschnitt der anderen Euro-Länder,
sondern sie steigen auch überproportional stark an. Gleichzeitig
sinken die Reallöhne, weil die Lohnsteigerungen durch die kalte
Progression unter die Inflationsrate gedrückt werden. "Es ist höchste
Zeit zu handeln. Aufgrund der enorm hohen Preissteigerungen auf
bereits sehr hohem Preisniveau muss Wirtschaftsminister Bartenstein
jetzt alle Register der Marktüberwachung ziehen. Gleichzeitig muss
Molterer mit den enormen Steuer-Mehreinnahmen eine Steuerreform
vorbereiten, die gezielt die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen
entlastet", so SP-Klubobmann Dr. Karl Frais.

Die Daten von Eurostat zeigen, dass Österreich mit seiner
Inflationsrate nicht nur über dem Durchschnitt der
Euro-Teilnehmerländer liegt, sondern dass gerade die Güter des
täglichen Bedarfs extrem teurer wurden. Dies trifft die
österreichischen Konsumenten umso härter, weil Österreich bei
Lebensmitteln eine Hochpreiszone auch in Westeuropa darstellt und die
Preise etwa von Gemüse durchschnittlich um 169,2 Prozent über jenen
der Euro-Zone (umfasst Belgien, Deutschland, Irland, Griechenland,
Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Luxemburg, Malta, Niederlande,
Österreich, Portugal, Slowenien, Finnland) liegen. Hinzu kommt, dass
etwa Grundnahrungsmittel wie Milch, Käse und Eier, die in Österreich
41,4 Prozent teurer als im Schnitt der Eurozone sind, um 16,1 Prozent
binnen Jahresfrist teurer wurden, während die Steigerung in der
Eurozone niedrigere 14,4 Prozent ausmachte. Auch bei Brot und
Getreide ist sowohl Preisniveau als auch Teuerung in Österreich
deutlich höher als im Eurozone-Durchschnitt.

Durch die schlechte Lohnentwicklung verschärft sich die Situation
weiter: Denn die Entwicklung der Nettolöhne und Nettopensionen -
Handelsangestellte plus 2,1%, Durchschnittspensionist plus 1,2% -
hält mit der Inflation von 3,1% nicht stand. Real ist ein
finanzieller Verlust im Geldbörsel zu verzeichnen.

"Durch Rekordpreise bei Lebensmitteln und Treibstoffen bei
gleichzeitig stagnierenden und sogar sinkenden Reallöhnen ist der
Lebensstandard der österreichischen Konsumenten massiv bedroht.
Molterer und Bartenstein sind daher dringend aufgefordert zu handeln,
um die österreichischen Konsumenten nicht länger dem grenzenlosen
Profitstreben des völlig neoliberalisierten Marktes auszusetzen", so
Frais.

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: (o732) 7720-11313

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