- 24.06.2008, 14:04:46
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VP-Feldmann: Gruß aus der frauenfeindlichsten Stadt Europas
Wien (VP-Klub) - "2001 kündigte Bürgermeister Häupl noch an, Wien
zur frauenfreundlichsten Stadt Europas zu machen. 7 Jahre später muss
man sagen, dass Wien das Ziel klar verfehlt hat. Einer großen
Ankündigung folgte das große Nichts", so ÖVP Wien Frauensprecherin
LAbg Barbara Feldmann im Zuge der heutigen Rechnungsabschlussdebatte.
"Wien vermochte als eines von wenigen Bundesländern die gute
Konjunktur nicht zu nutzen. 2007 waren in Wien 28.885 Frauen
arbeitslos gemeldet. Das sind knapp 30 Prozent aller Arbeit suchenden
Frauen in Österreich. Betrug die Arbeitslosenquote zur
Jahrtausendwende noch rund 6,3 Prozent, so beträgt sie heute 7
Prozent. Das rote Wien hat auch 2007 die dritthöchste
Frauenarbeitslosigkeit im Bundesländervergleich sowie die höchste
Arbeitslosenquote gesamt. Und das, obwohl sich die SPÖ in Wien rühmt
eine aktive Frauenpolitik zu forcieren" so Feldmann weiter, die
erbost darüber ist, dass sich die Lage für Frauen am Arbeitsmarkt in
den letzten Jahren in Wien nicht gebessert hat.
"Dazu kommt noch, dass die Kinderbetreuung in Wien am teuersten in
Österreich ist. Dies hat nicht zuletzt auch der Rechnungshof
kritisiert. Dass die Beiträge sozial gestaffelt sind, ist schön und
gut. Trotzdem werden vor allem Jungfamilien, Mittelstandsfamilien und
Eltern mit Durchschnittseinkommen voll zur Kasse gebeten. Von den
vielen Alleinerzieher/innen ganz zu schweigen. Es verwundert daher
nicht, dass sich viele Frauen und Familien überlegen, ihr Kind wenn
überhaupt, erst spät in den Kindergarten zu geben. Die hohen
Kindergartengebühren sind mit ein Grund dafür, dass die Vereinbarkeit
von Beruf und Familie für viele ein Wunschtraum bleibt", so Feldmann,
die die soziale Haltung der SPÖ in dieser so wichtigen Frage
vermisst.
"Hier könnte man zeigen, dass die SPÖ doch eine soziale Ader hat. Es
ist in diesem Zusammenhang auch bezeichnend, dass von den 33
rot-grünen Projekten kein einziges Frauenbeschäftigung zum Inhalt
hat. Es verwundert daher nicht, dass Wien die Frauenförderung auch im
Jahr 2007 nicht mehr als 7,8 Mio. Euro wert war. Für Werbung, zumeist
Eigenwerbung, gab die Stadt Wien im Vergleich dazu im selben Jahr
rund 40 Mio. Euro aus", schließt Feldmann, die befürchtet, dass Wien
statt zur frauenfreundlichsten viel mehr zur frauenfeindlichsten
Stadt Europas zu werden droht.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:[email protected]
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