• 20.06.2008, 13:31:57
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PRÖLL: Bauwerksbegrünungen liefern einen wertvollen Beitrag zur Steigerung der Umwelt- und Lebensqualität in Städten

Stadt Linz ist Sieger des 1. österreichischen Gründachwettbewerbs

Wien (OTS) - "Die nachhaltige Sicherung und Verbesserung der
Umwelt- und Lebensqualität unserer Städte ist mir ein ernstes
Anliegen. Die Begrünung von Dächern und Bauwerken als ökologisch
relevante Ausgleichsflächen für die vielen verbauten
Rest-Naturflächen und Innenhöfe der Städte ist ein wichtiger Schritt,
den Herausforderungen des Klima- und Umweltschutzes auch auf lokaler
Ebene begegnen. Ich begrüße und unterstütze daher sehr die Initiative
des Verbandes für Bauwerksbegrünung, mit dem 1. Österreichischen
Gründach-Städtewettbewerb das Bewusstsein der Bewohner, Planer und
Entwickler in Städten für Begrünungen weiter zu vertiefen.
Gleichzeitig gilt meine Anerkennung der Stadt Linz für ihr
Siegerprojekt, aber auch allen weiteren Gewinnern dieses
Wettbewerbs", so Umweltminister und Schirmherr Josef Pröll heute
anlässlich der Verleihung der Siegerurkunden im Rahmen des 1.
Österreichischen Gründach-Städtewettbewerbs in Linz.

"Nahezu 25 Fußballfelder verlieren wir in Österreich täglich durch
Bodenversiegelung und Bebauung. Somit zählt der Flächenverbrauch zu
den wichtigsten Umweltthemen unserer Zeit, nicht zuletzt deshalb,
weil der Boden - im Gegensatz zu Wasser oder Biomasse - nicht
vermehrbar oder erneuerbar ist und so zu den ökologisch sensiblen
Naturgütern zählt. Besonders in den Städten ist die Herausforderung,
den Flächenverbrauch und die zunehmende Versiegelung von Flächen
einzuschränken, besonders groß", gibt Pröll zu bedenken.

Mit dem 1. Österreichischen Gründach-Städtewettbewerb des
Verbandes für Bauwerksbegrünung, der unter der Patronanz von
Umweltminister Josef Pröll im Frühsommer 2007 gestartet wurde, sollte
das breite Spektrum an Umsetzungsmöglichkeiten der Bauwerksbegrünung
in Städten sichtbar und das Wissen über deren Mehrwert intensiviert
werden.

Ökologisch gesehen sind konventionelle Dächer Wüsten. Die
Begrünung von Dächern und Bauwerken ist ein wichtiger Beitrag zu mehr
Natur in der Stadt, aber auch zum Klimaschutz: Sie verbessert das
Stadt- und Raumklima, sie dient dem Wasserrückhalt oder bietet
mechanischen Schutz vor Hagel, Frost oder UV-Strahlung.

Siegerprojekt und Musterbeispiel für eine erfolgreiche
Dachbegrünung ist der Landschaftspark Bindermichl-Spallerhof in Linz,
der die Mühlkreisautobahn überplattet. Der Verkehr wurde unter die
Erde verlegt. Das darüber entstandene 8,3 Hektar große Parkareal ist
damit auch die derzeit größte Dachbegrünung in Linz und bringt für
Anrainer und Besucher eine erhebliche Steigerung der Lebensqualität
durch weniger Lärm und mehr Grün.

Bauwerksbegrünungen haben natürlich auch eine unbezahlbare
ästethische Wirkung, die das Naturerlebnis in der Stadt wieder
sichtbar und für viele Menschen begreifbar macht. Darüber hinaus
bieten Gründächer eine hervorragende Gelegenheit, Natur, Vielfalt und
Lebensqualität vor der eigenen Haustüre zu bringen und ermöglicht es
zudem der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt sich die "Stadt" als
neuen Lebensraum zurückzuerobern.

Mehr "Grün" statt "Grau" in Städten ist nur eines von 12
Maßnahmenpaketen des Lebensministeriums im Strategiefeld
"Stadtökologie", das auf die wichtigsten Herausforderungen im Bereich
der städtischen Umwelt- und Lebensqualität in Österreich abzielt. Das
Ziel dieses Maßnahmenpaketes ist, dass stadtökologische Aspekte in
den Nachhaltigkeitskonzepten der städtischen Entwicklung optimal
einbezogen werden, um auch nachfolgenden Generationen intakte
Grünräume in Ballungsbereichen zu bewahren. Mehr Natur im dicht
besiedelten Raum bedeutet: Mehr Erlebnis, mehr Erholungsraum für den
Menschen, mehr Lebens- durch bessere Umweltqualität in den Städten.

Nähere Infos zum 1. Österreichischen Gründach-Wettbewerb, der
Siegerprojekte sowie Details zu Bauwerksbegrünungen finden Sie unter
http://www.gruendach.at/.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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