- 20.06.2008, 09:44:59
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Glaser: Ausgliederung der Entwicklungszusammenarbeit hat sich bewährt
EZA-Unterausschuss: ÖVP warnt vor Polemik gegenüber Biotreibstoffen
Wien (ÖVP-PK) - "Die Ausgliederung der operativen
Entwicklungszusammenarbeit aus der Bundesregierung in Form der
Austrian Development Agency (ADA) war sinnvoll und hat sich bewährt.
Das bestätigt auch der Bericht eines externen Evaluationsteams, der
gestern Abend im Unterausschuss für Entwicklungszusammenarbeit
diskutiert wurde. Auch von früheren Kritikern wurde die Arbeit der
ADA anerkennend beurteilt", berichtete Abg. Franz Glaser,
ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit, heute, Freitag, von den
gestrigen Beratungen des Ausschusses. ****
"Die ADA hat sich innerhalb weniger Jahre gut in die internationale
Gebergemeinschaft eingefügt. Das bestätigt auch die
Fachzertifizierung durch die EU. Wenn in Österreich zusätzliche
Geldmittel für die Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung gestellt
werden, ist die ADA für die Abwicklung dieser Aufgaben sicher
gerüstet. Auch zur weiteren Verbesserung der ADA-Arbeit hat der
Bericht einige Anregungen gegeben, sodass diese auf hohem
Qualitätsniveau fortgesetzt werden kann", sagte Glaser. Die Polemik,
die der Agentur gegenüber in der Vergangenheit von manchen
entgegengebracht wurde, habe sich damit als ungerechtfertigt
erwiesen.
Biotreibstoffe sind Beitrag zum Klimaschutz - Kein Verständnis für
Raubbau
Vor Polemik warnte Glaser auch in der Diskussion um die Verwendung
von Biotreibstoffen. "Erneuerbare Energie ist ein unverzichtbarer
Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel, und zwar in allen Teilen der
Erde. Die nachhaltige Erzeugung von Energieträgern auf pflanzlicher
Basis erhöht die regionale Wertschöpfung und stärkt die Souveränität
in der Energieversorgung. Das heißt aber nicht, dass wir damit den
Raubbau gutheißen, der in manchen Teilen Asiens und Südamerikas für
den Import von Biotreibstoff getrieben wird. Jedes Land ist vor allem
für die Versorgung der eigenen Bevölkerung mit Nahrung und Energie
verantwortlich", zeigte sich Glaser überzeugt. Er regte an, dass die
ländliche Entwicklung noch stärker als bisher als Schwerpunkt in der
ADA ausgebaut werden sollte.
"In vielen Regionen Europas liegen große landwirtschaftliche
Nutzflächen brach. Wenn diese zum Anbau von Energiepflanzen genutzt
werden, entsteht kein Druck auf die Entwicklungsländer. Vielmehr wird
die Energiesicherheit hierzulande erhöht und ein wichtiger Beitrag
gegen den Klimawandel geleistet", sagte Glaser abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at
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