- 19.06.2008, 09:51:05
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uniko: Universitäre Master-Ausbildung für alle Lehrer der Sekundarstufen I und II
Wien (OTS) - Die Diskussion um die künftige Ausbildung von
Lehrerinnen und Lehrern hat die Österreichische
Universitätenkonferenz (uniko) veranlasst, ein Positionspapier zu
erstellen, das von der jüngsten Plenarversammlung der uniko
verabschiedet wurde. Die Universitätenkonferenz erhebt darin die
Forderung, unabhängig von der künftigen Schulorganisation die
Lehrer/innenbildung für die Sekundarstufen I und II mittelfristig an
den Universitäten zu verankern. Dabei sollen auch Kooperationen mit
Pädagogischen Hochschulen (PH) in Betracht gezogen werden, und zwar
im Hinblick auf europäische Qualitätsstandards einer wissenschaftlich
und künstlerisch fundierten Lehrer/innenbildung,
Synergiemöglichkeiten und institutionelle Profilentwicklungen.
Die Universitätenkonferenz spricht sich zudem dafür aus, alle
Lehrer/innen für die Sekundarstufen I und II bis zum Master
(Studiendauer insgesamt fünf Jahre) in zwei Unterrichtsfächern
auszubilden, da sich auf Grund der derzeitigen Lehrfächerverteilung
an den Schulen keine andere Alternative anbietet. Die Universitäten
bekunden jedoch ihr Interesse an einem Diskurs mit den zuständigen
Stellen über eine neue Struktur der Fächereinteilung. Die jüngsten
Äußerungen von politischer Seite legen den Schluss nahe, dass die
derzeitige Ausbildung der Hauptschullehrer/innen an PH als
Übergangsmodell angesehen wird. In dieser zwischenzeitlichen Phase
sollten UG-Novelle und PH-Gesetz die Möglichkeit eröffnen, dass die
Hauptschullehrer/innenausbildung als gemeinsames Angebot von
Universitäten und PH gestaltet wird.
Der Bachelor (BA)-Abschluss im Lehramtsstudium (nach sechs
Semestern) sollte im österreichischen Schulsystem eine adäquate
Berufsberechtigung ermöglichen. Die uniko teilt keinesfalls die
diesbezüglich geäußerten Zweifel und schlägt vor, BA-Lehrer/innen an
Schulen als Team-, Förder-, Stützlehrer/innen einzusetzen. Der
BA-Abschluss eröffnet überdies außerschulische Berufsfelder, etwa im
Zusammenhang mit dem lebensbegleitenden Lernen, der
Erwachsenenbildung, der Nachmittagsbetreuung oder in internationalen
Bildungsorganisationen.
Die Universitäten betonen ausdrücklich ihr hohes Interesse an der
Entwicklung eines österreichweit abgestimmten Systems der
Lehrer/innenbildung, das Ausbildung, Berufseinstieg und Weiterbildung
als Kontinuum sieht und hoffen, dass die notwendigen Gespräche mit
den zuständigen Entscheidungsträgern und -trägerinnen so rasch wie
möglich aufgenommen werden.
a.o. Univ.-Prof. Dr. Arthur Mettinger
Vorsitzender der Forums Lehre der Österreichischen
Universitätenkonferenz
Rückfragehinweis:
Manfred Kadi
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Österreichische Universitätenkonferenz
Tel.: 01/ 310 56 56 - 24
mailto:[email protected]
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