- 16.06.2008, 11:21:17
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ÖH WU: "Wenn die Bedingungen mal nicht zur Beschränkung werden!"
Reaktion der ÖH WU auf die von Bundesminister Hahn präsentierte UG-Novelle
Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Hochschülerschaft an der
Wirtschaftsuniversität Wien (ÖH WU), Manfred Buchner ist beruhigt,
dass die UG-Novelle nun doch noch vor Ferienbeginn präsentiert wurde,
damit eine ausführliche Diskussion in den jeweiligen
Universitätsgremien bis hin zur parlamentarischen Behandlung im
Herbst möglich ist.
Die UG-Novelle wurde wider Erwarten doch schon vor Ferienbeginn
präsentiert, was nun eine ausführliche Diskussion in den jeweiligen
Universitätsgremien bis hin zur parlamentarischen Behandlung im
Herbst ermöglicht.
Kritisch begutachtet betrachtet Manfred Buchner, Vorsitzender der
Hochschülerschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien (ÖH WU) die
qualitativen Zugangsvoraussetzungen im Master- und PhD-Bereich. "Die
betitelten Zugangsbedingungen dürfen sich für die Studierenden
keinesfalls zu Beschränkungen wandeln. Demzufolge fordert die ÖH WU
eine klare Definition dieser "qualitativen" Voraussetzungen, damit
hier kein Freibrief für Zugangsbeschränkungen jeglicher Art etabliert
wird." Es sei nachvollziehbar, dass ein Masterstudium gewisse
Grundkenntnisse voraussetze, dennoch muss es jedem Studierenden offen
stehen, diese auch erfüllen zu können.
Weiters konstatiert Buchner, dass der kurzfristige Meinungswandel
des Bundesministers hinsichtlich des Inkrafttretens der
Zugangsvoraussetzungen nicht nachvollziehbar ist. "Ich bin enttäuscht
darüber, dass man nicht wie zuvor kommuniziert 5 bis 10 Jahre
abwarten willmöchte. Man hätte somit nachvollziehen können, wie das
Bachelorstudium am heimischen Arbeitsmarkt aufgenommen wird, um
daraus Konsequenzen für den Masterzugang abzuleiten." Bereits ab dem
Studienjahr 2010/11 Zugangsvoraussetzungen einzuführen, wenn auch
qualitativer Art, empfindet Buchner in seiner Rolle als
Interessensvertreter der WU-Studierenden als deutlich verfrüht.
Die Flexibilisierung der Bachelorstudiendauer hält Buchner in
manchen, beispielsweise technischen Studien für sinnvoll. Generell
müsse aber die 3-Jahres-Regelung beibehalten werden, da ansonsten der
gesamte Bologna-Prozeß ad absurdum geführt würde, dessen Kernziele
doch die Verkürzung der Studiendauer sowie der schnellere Einstieg
der Studierenden in die Arbeitswelt sind. "Die Öffnung der
Studiendauer für alle Studien würde einen Schritt rückwärts bedeuten.
In wenigen Ausnahmefällen könnte eine Verlängerung auf vier Jahre
aber eine deutliche Entlastung für die Studierenden bedeuten", so
Buchner.
Die Freigabe der Studiengebühren für Studierende, die nicht
EWR-Bürger sind, sieht der Vorsitzende der ÖH WU als sehr kritisch
an. "Hier bedarf es intensiver Diskussionen mit den zuständigen
Vertretern der heimischen Bildungspolitik." Einzig die von
Bundesminister Hahn eingeräumte Möglichkeit, die Studiengebühren für
Bürger aus Schwellen- und Entwicklungsländer zu erlassen, ist als
positiv anzusehen, so Buchner abschließend.
Rückfragehinweis:
Stefan Knoflach ÖH WU - Pressesprecher Augasse 2-6, 1090 Wien Tel.: 01 31336 5860 Fax: 01 31336 90 5860 mailto:[email protected]
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