- 13.06.2008, 12:19:12
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ARBÖ: Eurosuper und Diesel brechen alle bisherigen Rekorde
Mineralölfirmen wollen bei der Fußball-Europameisterschaft offenbar abstauben
Wien (OTS) - Mitten in die landesweiten Proteste gegen zu hohe
Spritpreise platzt - ausgerechnet am Freitag, den 13. Juni - eine
neue Schreckensmeldung: Von gestern auf heute hat sich Diesel
durchschnittlich um 1,6 Cent verteuert und ist mit 1,402 Euro so
teuer wie noch nie, meldet der ARBÖ. Eurosuper kletterte um 1,4 Cent
und bricht mit 1,349 Euro pro Liter auch alle bisherigen Rekorde.
"Mit der Entwicklung der Produktenpreise haben diese Bocksprünge
an den heimischen Zapfsäulen nichts zu tun. Die Mineralölkonzerne
versuchen ganz offensichtlich, bei der Fußball-Europameisterschaft
2008 abzustauben", kritisiert der ARBÖ und fordert die Politiker auf,
endlich für einen fairen Wettbewerb und mehr Transparenz an den
Zapfsäulen zu sorgen. Die Teuerung trifft zwar die Autofahrer als
erste, greift aber auf alle anderen Lebensbereiche über. Schon jetzt
steigen die Preise für Lebensmittel, fürs Heizen, Fliegen und für
Transporte. Die Teuerung droht, das Wirtschaftswachstum abzuwürgen
und Arbeitsplätze zu gefährden.
Ein Wettbewerbshüter ist auch eine von vier Forderungen des ARBÖ
bei der Protest-Unterschriftenaktion, bei der bisher 85.000
Unterschriften gesammelt wurden. "Unser Widerstand geht weiter, auch
unsere Unterschriftenaktion unter www.arboe.at. Wir laden alle ein,
sich unserem Widerstand anzuschließen. Denn die Politik kann nicht
tatenlos zuschauen, wie sich Mineralölfirmen und Spekulanten eine
goldene Nase verdienen, während die Menschen nicht mehr wissen, woher
sie das Geld zum Leben nehmen sollen", so der ARBÖ. So drängt der
ARBÖ auf ein Senken der Mineralölsteuer, die in Österreich ja vor
einem Jahr saftig erhöht wurde (plus fünf Cent für Diesel, plus drei
Cent für Eurosuper). Eine Zurücknahme der Mineralölsteuer-Erhöhung
würde allen helfen, die aufs Auto angewiesen sind: Pendlern wie
Pensionisten, Menschen mit Behinderung, Kleinstverdienern und
geringfügig Beschäftigten, Müttern und Vätern.
Rückfragehinweis:
ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Lydia Ninz Tel.: (++43-1) 89121-280 Mobil: 0664/60 123 280 mailto:[email protected] http://www.arboe.at
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