• 13.06.2008, 12:17:58
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Grünewald: Studiengebühren-Freigabe für Drittländer öffnet gefährliche Schleusen

Internationale Mobilität Studierender muss weiter gefördert werden

Wien (OTS) - "Die geplante Freigabe der Studiengebühren für
Studierende aus Drittländern steht im klaren Widerspruch zu zentralen
EU-Zielen und Positionen", kritisiert Kurt Grünewald,
Wissenschaftssprecher der Grünen. "Das sechste und siebente
Rahmenprogramm der EU sowie das EU-Bildungsprogramm Erasmus Mundus
haben die internationale Mobilität von Studierenden und ForscherInnen
sowie die Förderung der Verflechtung zwischen europäischen
Hochschulen und den Hochschulen aus der ganzen Welt als zentrales
Ziel. Minister Hahns Plan, die Studiengebühren für Drittländer frei
zu geben geht genau in die gegengesetzte Richtung. Er gefährdet damit
die internationale Mobilität Studierender und den internationalen
Anschluss österreichischer Universitäten", so Grünewald weiter.

Hahn öffne mit seinem Vorstoß gefährliche Schleusen - wie am Beispiel
der Fachhochschulen zu sehen ist, die in einer Aussendung nun
ebenfalls die Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten
freigeben wollen. Auch aus entwicklungspolitischer Perspektive gehe
die Maßnahme in die völlig falsche Richtung. "Gerade aufgrund unseres
kümmerlichen Budgets für die Entwicklungszusammenarbeit ist es das
vollkommen falsche Signal für die ärmsten Länder der Welt besonders
hohe Studiengebühren zu verlangen", so Grünewald, und fordert
Bundesminister Hahn auf von derartigen Ideen abzugehen und
stattdessen weitere Maßnahmen für den Ausbau der internationalen
Mobilität zu setzen.

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

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