• 10.06.2008, 11:26:06
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Fauler Kompromiss bei CO2-Aussstoß von Neuwagen

Greenpeace: Deutsche Autoindustrie kann weiter auf Spritsäufer setzen

Wien (OTS) - Die in Straubing zwischen der deutschen
Bundeskanzlerin Merkel und dem französischen Staatschef Sarkozy
getroffene Einigung beim CO2-Ausstoß von Neuwagen stellt für
Greenpeace einen äußerst faulen Kompromiss dar.

Diese Einigung bedeutet nichts anderes als eine Verzögerung der
Umsetzung einer europäischen CO2-Richtlinie für Neuwagen von 2012 auf
2015 und damit auch einen Mehrausstoß von rund fünfzehn Millionen
Tonnen CO2 pro Jahr ab 2012 - Tendenz weiter stark steigend.
Mittelfristig ist die dringend notwendige CO2-Reduktion im
Verkehrsbereich damit wohl verunmöglicht worden.

"Sollte dieser deutsch-französische Kompromiss umgesetzt werden,
können die CO2-Reduktionsziele der EU im Verkehrsbereich kaum mehr
erreicht werden", weiß Greenpeace-Verkehrsexperte Niklas Schinerl.
"Deshalb müssen sowohl Minister Pröll im EU-Rat wie auch das
Europäische Parlament gegen diese Einigung stimmen", fordert
Schinerl.

Im Verkehrssektor sind die CO2-Emissionen seit dem Jahr 1990 um 26
Prozent gestiegen. Um dem Klimawandel einigermaßen adäquat
entgegenzutreten, muss die EU die CO2-Emissionen von Neuwagen auf 120
Gramm CO2 pro Kilometer bis 2012 und auf achtzig Gramm CO2 pro
Kilometer bis 2020 senken. Zusätzlich muss es entsprechende
Strafbestimmungen geben, damit die Autoindustrie zur Entwicklung
deutlich sparsamerer Antriebe angehalten wird.

"Mit dem nun vorliegenden Kompromiss können vor allem deutsche
Hersteller wie BMW und Daimler auch in Hinkunft auf große und schwere
Spritsäufer setzen, und das in Zeiten von Klimawandel und horrenden
Treibstoffpreisen", schließt Niklas Schinerl.

Rückfragehinweis:
Attila Cerman, Greenpeace CEE; Tel.: 0664-3435354
Niklas Schinerl, Greenpeace CEE; Tel.: 0664-6126704

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

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