- 06.06.2008, 08:27:31
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- OTS0012 OTW0012
Mehr Schutz für Kinder vor Ausbeutung statt Kriminalisierung!
Defizite bei Kinder- handel, -prostitution, -pornographie
Wien (OTS) - Österreichische Nicht-Regierungsorganisationen
präsentieren am 9. Juni beim UN-Kinderrechtskomitee in Genf ihren
Schattenbericht zum Staatenbericht der Österreichischen Regierung
über die Umsetzung des Zusatzabkommens zur UN-Kinderrechtskonvention
betreffend den Verkauf von Kindern, Kinderprostitution und
Kinderpornographie.
Umfassende Erhebung und Analyse von Daten notwendig:
Der vorliegende Regierungsbericht enthält keine Angaben über das
Ausmaß der im Zusatzabkommen behandelten Ausbeutungsformen.
Koordiniertes Vorgehen bei der Identifizierung und Betreuung von
Opfern:
Klare Zuständigkeiten und Abläufe in der Betreuung von
Betroffenen von Kinderhandel und Kinderprostitution müssen auch in
Österreich umgesetzt werden. Ausreichend spezialisierte Einrichtungen
werden dringend benötigt.
Stopp der Kriminalisierung von Kindern und Jugendlichen:
Jugendliche, die in der Prostitution kommerziell sexuell
ausgebeutet werden, haben nach wie vor mit hohen Verwaltungsstrafen
zu kämpfen. Auch Betroffene von Kinderhandel, die zu kriminellen
Handlungen wie etwa Taschendiebstählen angestiftet werden, sollen
nicht als TäterInnen behandelt werden.
Koordination Schattenbericht:
ECPAT Österreich mit dem ECPAT Österreich Jugendbeirat gemeinsam
mit folgenden Organisationen: Don Bosco Flüchtlingswerk Austria,
Stopline, Volkshilfe Wien-SOPHIE, Ludwig Boltzmann Institut für
Menschenrechte, UNICEF Österreich, den Autorinnen des Buches "Auf dem
Strich: Mädchenprostitution in Wien".
Rückfragehinweis:
Mag. Astrid Winkler - Tel. 0043 699 11 200 397
Marion Kreissl - Tel. 0043 676 38 73 772, [email protected]
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