- 05.06.2008, 11:16:52
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Greenpeace-Kritik: Keine sparsamen Autos trotz hoher Benzinpreise
Appell an Umweltminister Pröll, sich gegen Spritsäufer stark zu machen
Luxemburg/Wien (OTS) - Greenpeace appelliert an Umweltminister
Pröll, sich beim heutigen EU-Ministerrat in Luxemburg für sparsame
Autos stark zu machen und die Autoindustrie nicht aus ihrer
Verantwortung zu entlassen.
Während die EU-Umweltminister eine Begrenzung des
Treibstoffverbrauchs zu erreichen versuchen, bekämpfen die Vertreter
der Autoindustrie einen solchen Gesetzesvorschlag aufs Heftigste. Und
die Rechnung dafür bekommt der Autofahrer Tag für Tag an der
Tankstelle präsentiert.
Trotz der äußerst hohen Benzinpreise setzt die Autoindustrie nach
wie vor auf den Verkauf massiver Spritsäufer, mit denen mehr Geld für
sie zu verdienen ist. "Der einzige Weg, den steigenden Benzinpreisen
etwas entgegenzusetzen, ist aber die Etablierung sparsamer Autos",
weiß Niklas Schinerl von Greenpeace. Nur indem die Mobilität vom
Treibstoff möglichst entkoppelt wird, kann sie auch in Hinkunft für
jedermann leistbar bleiben. Derzeit deuten jedoch alle Szenarien
darauf hin, dass der Ölpreis noch weiter steigen wird.
Die Europäische Kommission hat bereits im Dezember 2007 einen
Gesetzesentwurf zur Reduktion der CO2-Emissionen von Pkw präsentiert:
Ab 2012 sollen Autos im Durchschnitt nicht mehr als 130 Gramm CO2 pro
Kilometer (knapp über fünf Liter Treibstoff auf hundert Kilometer)
ausstoßen dürfen. "Vor allem die die deutschen Hersteller versuchen
aber mit allen Mitteln, diesen ohnehin bereits abgeschwächten
Gesetzesentwurf weiter zu verwässern und zu verschleppen", informiert
Schinerl. "Und deshalb muss Umweltminister Pröll für politische
Rahmenbedingungen eintreten, die gleichsam zur Entwicklung deutlich
sparsamerer Autos zwingen", fordert Schinerl.
Rückfragehinweis:
Niklas Schinerl, Greenpeace CEE; Tel.: 0664-6126704
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