• 30.05.2008, 12:19:52
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Greenpeace fordert 50 Millionen Euro für den Artenschutz

Die Finanzierung der Schutzgebiete muss noch in Bonn geklärt werden

Bonn/Wien (OTS) - Die UN-Artenschutzkonferenz in Bonn geht ihrem
Finale entgegen. Nicht nur Greenpeace zufolge sind die beiden
Bereiche Artenschutz und Klimawandel die wichtigsten globalen
Herausforderungen für die Umweltpolitik. "Die Welt kann sich ein
Scheitern beim Arten- und Klimaschutz inzwischen nicht mehr leisten,
und somit muss auch Österreich aktiv werden, um einen Durchbruch in
Bonn zu ermöglichen", meint Greenpeace-Sprecher Bernhard Obermayr.

Ein entscheidender Verhandlungspunkt bei der Konferenz in Bonn ist
einmal mehr die Finanzierung der Artenschutz-Programme. Die
Ankündigung Deutschlands, fünfhundert Millionen Euro für die nächsten
vier Jahre und anschließend denselben Betrag jährlich für den
Artenschutz zur Verfügung zu stellen, hat nun doch noch etwas Dynamik
in die Verhandlungen gebracht. "Auch andere wohlhabende Länder wie
Österreich sind jetzt gefordert, nachdem Deutschland den ersten
Schritt gesetzt hat. Analog dazu sollten Gusenbauer und Pröll
möglichst rasch zumindest fünfzig Millionen Euro zur Verfügung
stellen", fordert Obermayr.

Die Urwälder auf unserem Planeten werden in alarmierender
Geschwindigkeit vernichtet: "Alle zwei Sekunden wird Regenwald von
der Größe eines Fußballfeldes zerstört. Allein in Amazonien wurde
bereits mehr an Regenwaldfläche dem Erdboden gleich gemacht als
Frankreich groß ist", berichtet Obermayr. Doch die Vernichtung der
Urwälder trifft mittlerweile längst nicht mehr die dort lebenden
Menschen und Tiere allein: "Durch die Urwaldzerstörung werden riesige
Mengen an Treibhausgasen freigesetzt, und zwar ein Fünftel der
weltweiten Emissionen, die dann wiederum den globalen Klimawandel
vorantreiben", weiß Obermayr.

Nur durch die Einrichtung von Waldschutzgebieten können der
Verlust der Artenvielfalt und somit auch der globale Klimawandel noch
gebremst werden. Dafür werden jährlich rund zwanzig bis 27 Milliarden
Euro benötigt. "Und solche Beträge können eben nur die reichen Länder
aufbringen, wobei auch Österreich Flagge zeigen muss", so Obermayr
abschließend.

Rückfragehinweis:
Attila Cerman, Greenpeace CEE
Tel.: 0664-3435354
Bernhard Obermayr, Greenpeace CEE
Tel.: 0664-4904986

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