• 26.05.2008, 08:51:46
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KIV/UG: Mehr Personal für das Wiener Jugendamt - öffentliche Aktion vor Wiener Rathaus

Bedienstete des Wiener Jugendamts fordern mehr Personal, öffentliche Aktion der Personalvertretung am 27. Mai 2008

Wien (OTS) - Morgen, am 27. Mai 2008, ab 14 Uhr,
Friedrich-Schmidt-Platz beim Rathaus, findet eine
Dienststellenversammlung der Beschäftigten des Wiener Jugendamts
statt. Der Dienststellenausschuss "Ämter für Jugend und Familie",
verantwortlich für die Regionalstellen Soziale Arbeit und Mobile
Arbeit mit Familien sowie für die Regionalstellen der
Rechtsvertretung, fordert nachdrücklich mehr Personal. "Wir haben
diese Dienststellenversammlung bewusst in die Öffentlichkeit verlegt.
Wir stehen mit unserer Arbeit ja auch immer wieder in der Kritik der
Öffentlichkeit", begründet DSA Andreas Schadauer, Vorsitzender des
Dienststellenausschusses und Personalvertreter der "KIV/UG -
Konsequente Interessensvertretung/Unabhängige GewerkschafterInnen",
zweitstärkste Fraktion in der Wiener Gewerkschaft der
Gemeindebediensteten, diese ungewöhnliche Protestaktion.

In Wien fordert die Personalvertretung seit langem eine
Personalanhebung im Bereich der Sozialarbeit, der Mobilen Arbeit mit
Familien (MAF) und im Bereich der Rechtsvertretung sowie eine
wissenschaftlich fundierte Pensumsfeststellung für die
Personalplanung in der Jugendwohlfahrt. Aber auch die Ressourcen im
Bereich der stationären Jugendwohlfahrt (Krisenzentren,
Wohngemeinschaften) müssen so dimensioniert sein, dass die
SozialarbeiterInnen mit in Not geratenen Kindern nicht auf
"Herbergssuche" gehen müssen. Die derzeit 36 geforderten zusätzlichen
SozialarbeiterInnen für die 18 Regionalstellen des Amts für Jugend
und Familie stellen eine Mindestforderung dar, ebenso die
Personalforderung für die Mobile Arbeit mit Familien und die
Rechtsvertretung. Bislang wurde nur ein Teil davon erfüllt, das ist
entschieden zu wenig!

Die öffentliche Dienststellenversammlung wird sich mit dem Stand
der Verhandlungen mit der Dienstgeberin Stadt Wien befassen. Da in
der Jugendwohlfahrt viele Einrichtungen und viele soziale Berufe
gemeinsam arbeiten, ersucht die Personalvertretung der
Regionalstellen für Soziale und Mobile Arbeit mit Familien und für
Rechtsvertretung um Solidarität für unser Anliegen. "Wir wollen eine
gute und sinnvolle Arbeit leisten mit erfüllbaren Pensa und die dafür
unbedingt nötigen (weiteren Dienstposten) Ressourcen bekommen. Wir
wollen auch nicht die Überwachung oder Kontrolle, sondern die Hilfen
für Kinder und deren Familien ausgebaut wissen. Eine drohende
Stigmatisierung zu einer reinen Überprüfungs- und Kontrollbehörde
würde einen Rückschritt um mehr als 30 Jahre bedeuten. Wir müssen
aufpassen, dass wir von Außen nicht in diese Rolle hinein gedrängt
werden, und auch dass wir aus Überlastung nicht selbst die
Hilfsangebote reduzieren", betont Schadauer. Die KIV/UG spricht sich
daher für umfassende Investitionen in die Wiener Jugendwohlfahrt aus
und fordert nachdrücklich mehr systemisierte Dienstposten, d.h. mehr
Personal für das Amt für Jugend und Familie.

Rückfragehinweis:
Thomas Kerschbaum, KIV/UG
Personalvertreter in der MA 11
Telefon: 0664-2155423
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.kiv.at

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