- 20.05.2008, 16:26:41
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Bures zu Medizin-Tests: Faires Aufnahmeverfahren sicherstellen
Gender-Sensibilität an den Schulen verstärken
Wien (OTS) - Frauenministerin Doris Bures ist froh, dass nun
endlich die Studie der Psychologin Prof. Spiel über das schlechte
Abschneiden von Frauen beim EMS-Test für MedizinstudentInnen
vorliegt: "Wir wissen nun über die Ursachen des schlechteren
Abschneidens von Frauen Bescheid und müssen das Problem an der Wurzel
packen." Bures fordert neben einer stärkeren Gender-Sensibilisierung
an den Schulen außerdem als unmittelbare und sofortige Maßnahme ein
"faires Aufnahmeverfahren, das Mädchen und Burschen die gleichen
Chancen auf ein Medizinstudium gibt". Die Tests müssten nun rasch
überarbeitet werden. "Es darf nicht sein, dass Frauen aufgrund von
fragwürdigen Aufnahmeverfahren der Zugang zu einem Studium verwehrt
wird", so Bures.
Gleichzeitig müsste in den Schulen verstärkt auf
Gender-Sensibilität gesetzt werden. Bures begrüßt deshalb die
entsprechenden Schwerpunktsetzungen von Unterrichtsministerin Claudia
Schmied für stärkere Gender-Sensibilisierung bei der LehrerInnenaus-
und -fortbildung sowie Projekte, um Mädchen verstärkt für technische
und naturwissenschaftliche Fächer zu begeistern.
Bures bekräftigt außerdem, dass Österreich "mehr Frauen an den
Universitäten" brauche und man an vielen Ebenen ansetzen müsse - von
den diskriminierenden Aufnahmeverfahren bis hin zur Bestellung der
Uniräte. Mit der vereinbarten Frauenquote von 40 Prozent in allen zu
nominierenden Gremien in der geplanten Novelle zum Universitätsgesetz
sei hier bereits ein großer Fortschritt erzielt worden. "Es gibt zwei
gute Gründe für die volle Chancengleichheit an den Universitäten:
Erstens ist es aus Gründen der Fairness höchst an der Zeit, dass
Frauen dieselben Chancen erhalten wie Männer. Und zweitens werden wir
im internationalen Wettbewerb nur dann mithalten können, wenn auch
das Potential der Frauen voll ausgeschöpft wird."
Rückfragehinweis:
Susanna Enk
Pressesprecherin der Bundesministerin für Frauen, Medien
und Öffentlichen Dienst
Tel.: (+43 1) 53115/2132
E-Mail: [email protected]
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