- 20.05.2008, 16:21:37
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ÖSTERREICH: Beamtenagentur würde bis 2038 bis zu 5,6 Mrd. Euro kosten
Internes ÖIAG-Papier "Projekt START" nennt alle Details - Vermittelte Beamte können mehr verdienen als vorher
Wien (OTS) - Die ÖIAG hat unter dem Titel "Projekt START" ein
umfassendes Konzept für die Zukunft der Telekom-Austria- und
Post-Beamten entwickelt und den Belegschaftsvertretern der beiden
Unternehmen vorgelegt. Demnach plant die TA 2.100 "Übergänge" und die
Post 3.000. Das berichtet die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer
Mittwoch-Ausgabe.
In dem 14 Seiten umfassenden, ÖSTERREICH vorliegenden Dossier
heißt es, die genannten Beamten sollen an den "internen Arbeitsmarkt"
- an Behörden oder andere vom Rechnungshof geprüfte Unternehmen wie
den Verbund - vermittelt werden. Auch eine Vermittlung an den
"Drittmarkt" werde angedacht, aber nur bei Freiwilligkeit.
Austrittsprämien und Aufbesserungen der bisherigen (Beamten-)Bezügen
sollen dazu verlocken.
Strukturell werden zwei Modelle überlegt, berichtet ÖSTERREICH.
In einer Variante werden nur jene Beamte, für die es keine Verwendung
mehr gibt, der Agentur zugewiesen. In der anderen landen dort alle
Post- und TA-Beamte. Sie behalten in diesem Fall ihre Arbeitsplätze
so lange, wie diese bestehen. "Der Wegfall der Verwendung wird durch
Verordnung des Personalamtsleiters oder im Einzelfall durch Bescheid
festgestellt", heißt es dazu.
Betont wird, dass Beamte kein Recht auf Beschäftigung haben, so
ÖSTERREICH. Sind sie in der Agentur gelandet und werden sie nicht
mehr gebraucht, können Sie bis zur Vermittlung auf Kosten der Agentur
spazieren gehen.
Auch einen Finanzplan für den Zeitraum 2009 - 2038 legt die ÖIAG
in dem mit 25. April 2008 datierten Papier vor, schreibt ÖSTERREICH.
Je nach Szenario sollen TA und Post 150.000 bis 250.000 Euro für
jeden Beamten zahlen, den die Agentur aufnimmt. Die
Vermittlungserlöse - also an die Agentur zurück fließende Gehälter
Dritter - machen 1,2 bis 2,5 Milliarden aus. Dazu kämen je nach
Szenario (abhängig auch von der Vermittlungsquote) 38 bis 306
Millionen Zinserlöse. Zahlen müsste die Agentur den Beamten im
genannten Zeitraum 5,3 Milliarden. Den "Kostenüberhang", je nach
Szenario 1,3 bis 4,6 Milliarden, soll laut Projektbeschreibung
"START" der Bund begleichen, oder er soll durch Privatisierungserlöse
bzw. aus der Dividende gedeckt werden.
Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH
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