• 19.05.2008, 11:30:37
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Leitl: "Österreich führt bei der EURO 08 durch ein Tor der Wirtschaft schon jetzt 1:0"

641 Mio. Wertschöpfung, 12.000 zusätzliche Arbeitsplätze, positiver Image-Effekt - Kanzler Gusenbauer, WKÖ-Präsident Leitl, Ökonom Helmenstein präsentierten Studie

Wien (PWK380) - "Österreich führt bei der
Fußball-Europameisterschaft durch ein Tor der Wirtschaft schon jetzt
1:0", sagte WKÖ-Präsident Christoph Leitl heute, Montag, bei der
Präsentaton der Studie "Volkswirtschaftliche Effekte der EURO 08".
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, WKÖ-Chef Leitl und Studienautor
Christian Helmenstein (SportsEconAustria) zeigten sich einig: "Die
drittgröße Sportveranstaltung zu Gast in Österreich ist nicht nur ein
imposantes sportliches Ereignis, sondern hat auch eine große
wirtschaftliche Bedeutung für unser Land."

Nach derzeitigem Analysestand generiert die EURO 08 in Österreich
einschließlich der Effekte aus Public Viewing-Veranstaltungen, aber
ohne die Einbeziehung der Wirkungen von Fol¬geinvestitionen eine
Wertschöpfung in Höhe von insgesamt 641 Millionen Euro.

Die bereits bisher eingetretenen bzw. die erwarteten positiven
Auswirkungen der EURO beruhen vor allem auf drei Hauptsäulen:
Effekten aus Investitionen in die Sportstätteninfrastruktur, die
vorwiegend in der Bauwirtschaft wirksam wurden; den Ausgaben der
Veranstaltungsbesucher, die primär dem Tourismus zufließen sowie den
(Dienst-)Leistungserbringern durch das laufende Veranstaltungsbudget.
Daraus leitet sich ein Beschäftigungseffekt im Ausmaß von knapp
13.400 Jahresbeschäftigungsverhältnissen (Personenjahren, in
Kopfgrößen) oder knapp 11.800 Jahresbeschäftigungsverhältnissen
(Personenjahren, in Vollzeitäquivalenten) ab.

Besondere Bedeutung hat die Sport-Großveranstaltung darüber hinaus
für den Tourismus sowie für den Handel, vor allem, weil sich im Laufe
der Untersuchungen von SportsEconAsutria herausstellte, dass die
Ausgaben sowohl von Gästen in Österreich generell als auch von
Stadionbesuchern höher sein dürften als bisher angenommen, so Ökonom
Helmenstein.

Längerfristig und damit nachhaltig werden Image- und Werbeeffekte,
der Aufbau von professionellen Netzwerken wie auch Lerneffekte von
Relevanz sein. Den Image- und Werbewert der EURO 08 bezifferte
WKÖ-Präsident Leitl mit rund 300 Millionen Euro; Ökonom Helmenstein
bezeichnete diese Zahl als "untere Grenze", wie überhaupt die
Annahmen in der Studie "vorsichtig" sind, um "auf der sicheren Seite
zu sein." Als Beispiel für den immateriellen Gewinn aus der EM kann
Deutschland dienen: Im Gefolge der Fußball-WM 2006 erfuhr unser
Nachbarland eine Imageverbesserung und einen Sympathiezuwachs im
Ausland und verbesserte sich im Ranking von Platz 5 auf Platz 2.
Leitl: "Österreich hat in den rund drei Wochen der Fußball-EM die
Gelegenheit, Europameister in Sachen Herzlichkeit und
Gastfreundschaft zu werden und sich als lebens- und liebenswertes
Land zu präsentieren."

"Eine Disziplin, in der Österreich bereits Europameister ist, ist
der Export", so Präsident Leitl weiter: "Kein anderes Land in der EU
hatte in den Jahren 2000 bis 2007 einen so starken
Außenhandelszuwachs wie Österreich." 66 Prozent des österreichischen
Außenhandelsvolumens entfallen übrigens auf die übrigen
Teilnehmerländer an der Fußball-EM, das sind in absoluten Zahlen 80
Milliarden Euro. Das sichert im Inland rund 1 Million Arbeitsplätze.

Sowohl Bundeskanzler Gusenbauer als auch Präsident Leitl riefen
dazu auf, "die Chancen, die sich aus der Großveranstaltung für
Österreich ergeben, zu ergreifen und zu nützen." Die sportliche
Devise für das drittgrößte Sporteregnis der Welt formulierte
Präsident Leitl so: "Fußball aus Österreich - sportlich und fair." So
richtig los geht’s damit in 19 Tagen, am 7. Juni. (JR)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Stabsabteilung Presse
   Mag. Rupert Haberson
   Tel.: (++43) 0590 900-4362
   Fax: (++43) 0590 900-263
   mailto:[email protected]
   http://wko.at/Presse

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