Betriebsrätekonferenz der Medizinischen Universitäten Wien, Innsbruck und Graz =


   Wien (OTS) - Die PersonalvertreterInnen von 5.000 ÄrztInnen und
WissenschafterInnen trafen sich am 15. und 16. Mai 2008 um die
Zukunft der Medizinischen Universitäten zu besprechen.
   Die Betriebsräte der drei Medizinischen Universitäten fordern eine
Änderung des Universitätsgesetzes:
- Der Rektor soll durch alle MitarbeiterInnen einer Universität 
  (Universitätsversammlung) und nicht mehr wie bisher durch einen 
  sehr eingeschränkten Personenkreis (den Senat) vorgeschlagen 
  werden. Dies erhöht seine/ihre Akzeptanz,  Unabhängigkeit und 
  Legitimation. 
- Die Senate sollen stärker als bisher in die Entscheidung über 
  Zielrichtung, Strukturierung, Schwerpunktbildung und 
  Entwicklungspläne per Gesetz eingebunden werden.
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- Die Betriebsräte fordern ein Stimmrecht im Universitätsrat wie in 
  großen Gesellschaften.

- Zur Anerkennung von Leistungen und für mehr Mitbestimmung sollte 
  eine so genannte Faculty aller im Wissenschafts-, Lehr- und 
  Forschungsbetrieb tätigen MitarbeiterInnen, wie in den USA, 
  geschaffen werden. Alle Mitglieder des wissenschaftlichen 
  Personals sollten im Senat mit entsprechender Stärke vertreten 
  sein.

- Beratungsgremien auf Abteilungsebene sollten zukünftig gesetzlich
  verpflichtend sein, die Strategie entscheiden und ein 
  Vorschlagsrecht für den Leiter haben.
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   Das derzeit praktizierte Kurienmodell mit der absoluten Mehrheit
der ProfessorInnen im Senat ist unsachlich, undemokratisch und
antiquiert und sollte in Anlehnung an gute internationale Bespiele
reformiert werden.
Rückfragehinweis:
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   Die Vorsitzenden der Betriebsräte:
   Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, Medizinische Universität Wien,
   Tel.: 0664 2243929
   Univ.-Prof. Dr. Martin Tiefenthaler, Medizinische Universität
   Innsbruck, Tel.: 0669 12369897
   Univ.-Prof. Dr. Gerhard Schuhmann, Medizinische Universität Graz, 
   Tel.: 0664 5010634
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OTS0118    2008-05-16/11:05
161105 Mai 08
NEF0005 0229